[Werbung] Der Kaesu KRK ist ein nicht allzu verbreiteter Swimbait aus Japan, den ich mir in letzter Zeit immer wieder angesehen habe. Klar war es nur eine Frage der Zeit bis ich ganz dringend selbst einen Test mit den KRKs machen musste. In diesem Testbericht erfährst du warum genau sich dieser – für das Hechtangeln super dimensionierte – Swimbait von der breiten Masse absetzt.
Der Kaesu KRK wirkt auf den ersten Blick sehr unspektakulär und wenig spannend. Darum habe ich auch lange gezögert mir selbst einen zu holen. Nachdem sich eine Gelegenheit gebote hat und ich den ersten KRK in der Hand hielt war ich aber sofort fasziniert von den technischen Feinheiten. Somit ist dieser JDM Swimbait ein wunderbares Beispiel dafür wie sehr der erste Eindruck täuschen kann. Nach anfänglicher Skepsis bin ich nämlich restlos begeistert von den Möglichkeiten die der KRK von Kaesu bietet.
Optik des Kaesu KRK
Wenn ich ganz ehrlich bin, bin ich schon sehr lange immer wieder über den Kaesu KRK gestolpert und hatte ihn auch schon öfter im Warenkorb. Dennoch habe ich mich von der zwar sehr sauberen, aber scheinbar simplen Optik täuschen lassen und konnte die inneren Werte nicht erkennen. Durch die „fehlende“ Schwanzflosse, die ja doch ca. 90% der Swimbaits haben, wurde ich irgendwie optisch in die Irre geführt. Der KRK sieht auf den ersten Blick tatsächlich nach viel weniger aus als man dann nach und nach entdeckt. Dieser Swimbait ist also eine Mogelpackung, aber im positiven Sinn. Man bekommt mehr als erwartet.

Apropos Packung, der Kaesu KRK kommt in einer Verpackung in der man schön die verschiedenen Kugeln vom Reload Weight System sehen kann. Auf dieses System gehe ich dann später bei den Features noch genauer ein. Das Design der Verpackung ist clean und lässt eine gewisse Liebe zu technischen Feinheiten erahnen. Dennoch ist sie nicht über kompliziert und beschränkt sich auf die Hauptfunktionen. Der Köder ist im Regal schön präsentiert und man kann Details erkennen. Außerdem kommt der Swimbait in dieser Verpackung auch sicher und unbeschädigt beim Kunden an.

Von der Form her erinnert der Kaesu KRK an einen Döbel oder eine Forelle. Was er genau darstellt ist auch gar nicht so wichtig, solange die richtigen Instinkte angetriggert werden und die Form maulgerecht ist. Ich finde, dass weniger hochrückige Köder bei uns mehr Bisse bringen, vermutlich da ein Fisch in der Form leichter zu schlucken ist. Von daher ist die Form meiner Ansicht nach super gewählt.
Wenn man sich die Details des Swimbaits näher ansieht, stellt man fest, dass der Kopf mit viel Liebe gestaltet wurde. Es gibt schöne, eingeklebte 3D Augen sowie schön gestaltete Kiemenbögen und eine Maulpartie die super aussieht. Anders als die vorhin erwähnten Details, die in den Rohling eingearbeitet sind, sind die Brustflossen aufgemalt, bei den Modellen wo sie vorhanden sind.

An den Flanken sind oberhalb der Seitenlinie eingearbeitete Schuppen zu finden. Dadurch bekommen auch die ghostfarbenen Modelle ein schönes Muster. Bei anderen Modellen wie zum Beispiel bei der oben zu sehenden Real Ketabasu Lackierung ist ein aufwändige Schuppenmuster aufgemalt.

Der Übergang zum Bauch ist ist etwas eckiger als der zum Rücken hin. Die Übergänge sind aber eher auf der zackigen Seite, da durch die Körperform des Kaesu KRK nicht viel Platz für langsam fließende Formen bleibt. Wenn man ihn von oben her betrachtet, sieht man gleich wie schlank der JDM Swimbait tatsächlich ist. Die sehr schlanke Form ist später, wenn wir über die Eigenschaften reden, noch sehr wichtig.

Die Verarbeitung der Gelenke sieht vertrauenerweckend aus. Bei den Ösen wurde eine Drahtstärke gewählt die auf jeden Fall ausreichend ist um den Kaesu KRK für alle Situationen auszurüsten. Auch die Haken finde ich von den Dimensionen her gut gewählt. Sowohl die Größe als auch die Drahtstärke sind auch für unsere Hecht ausreichend, aber noch nicht so stark dass man mit dem Anhieb nicht mehr gut durch kommt.

Der erste Eindruck den man vom Kaesu KRK im echten Leben bekommt ist auf jeden Fall sehr viel besser als das was man sich von den Produktfotos erwartet. Die Verarbeitung ist, wie man es von JDM Produkten erwartet, sehr hochwertig und ich konnte bei meinen vier Designs keine Schönheitsfehler finden.
Varianten des Kaesu KRK
Aktuell gibt es zwei verschiedene Größen von diesem extrem durchdachten JDM Swimbait. Der Kaesu KRK 165 ist 16,5 cm lang und wiegt zwischen 49 und 57 g der größere Kaesu KRK 205 ist 20,5 cm lang und wiegt zwischen 86 und 98 g. Die variablen Gewichte liegen am Reload Weight System das bei den Features noch besprochen wird.

Wenn man sich den kleinen und den großen Kaesu KRK im direkten Vergleich ansieht, stellt man schon einen durchaus deutlichen Unterschied in der Portionsgröße fest.
Features des Kaesu KRK
Ich finde es krass wie man auf den ersten Blick, besonders bei den Produkt Fotos, kaum etwas spezielles am Kaesu KRK sieht. Aber wenn man sich den Köder genauer ansieht und besonders wenn man ihn in der Hand hält, fällt plötzlich eine Vielzahl extrem durchdachter Features auf. Was ich besonders schön finde ist, dass in der Packung des Kaesu KRK bereits alles vorhanden ist und man nicht mehr Teile dazu kaufen muss um alle Funktionen zu genießen.
Stabilizer Fin
Direkt hinter der mittleren Hakenöse, an der Seite des KRK findet man Stabilizer Fins. Diese Flossen dienen, wie der Name schon verrät, dazu das Schwimmverhalten des Hardbaits zu stabilisieren. Dadurch, dass das Schwimmverhalten kontrollierter ist, fallen auch die Gleitbewegungen des KRK schön großzügig aus, da sie nicht durch unnötige Kippbewegungen ausgebremst werden.

Joint Pads
Der Kaesu KRK verfügt über kleine Dämpfer im Gelenk, sogenannte Joint Pads. Sie werden ganz einfach eingeklebt und sind so innerhalb von Sekunden montiert oder demontiert. Ab Werk sind die Joint Pads verbaut.

Die Joint Pads sorgen dafür, dass das Spiel im Gelenk des KRK ein bisschen ausgebremst wird. Durch das engere Gelenk fällt die Gleitbewegung weiter aus. Entfernt man die Joint Pads wird der Lauf aggressiver und die Kurven stärker, dafür gleitet der Swimbait nicht mehr ganz so weit. Zudem wird durch die Joint Pads auch das Geräusch ein bisschen geringer, da die zwei Teile des Swimbaits nicht mehr direkt aufeinander klacken.

Variable Hakenpositionen
Der Kaesu KRK hat drei Ösen an denen Haken befestigt werden können. Ab Werk sind die Haken an der Öse am Bauch und am Schwanz angebracht. Man kann aber auch die Öse am After des KRK nutzen. Dadurch wird die Öse am Schwanz frei und man könnte zum Beispiel ein Spinnerblättchen am Schwanzende montieren oder andere spannende Experimente starten.
Ich persönlich finde drei Drillinge übertrieben, aber auch das wäre eine Möglichkeit wie man den KRK individualisieren könnte. Was man natürlich auch bedenken muss ist, dass die Haken Gewicht haben und sich durch die Anzahl und die Position der Haken auch das Laufverhalten des Swimbaits merklich ändern kann.
Reload Weight System
Der Kaesu KRK hat ein sehr innovatives Gewichtssystem, das Reload Weight System, verbaut. Dafür versteckt sich unter einer Abdeckung, die sich ohne Werkzeug öffnen und schließen lässt, ein Hohlraum. In diesen Hohlraum kann man Kugeln aus Kunststoff und Tungsten platzieren. Das Material, die Anordnung und die Menge der Kugeln im Hohlraum sind ganz maßgeblich für das Schwimm- oder Sinkverhalten, die Laufeigenschaften und die Geräuschkulisse des Kaesu KRK.

Ab Werk sind vier Kugeln auf Tungsten und vier Kugeln aus Kunststoff in der Packung enthalten. Sollte man die Kunststoff Kugeln verlieren, ist das nicht so unglaublich schlimm. Man kann sie durch Air Soft Kugeln ersetzen. Dabei braucht man für den KRK 205 7 mm Kugeln und für den kleineren KRK 165 reichen 6 mm Kugeln. Wenn man Kugeln in der entsprechenden Größe findet könnte man natürlich auch mit anderen Materialien experimentieren. Blei, Stahl, Holz oder was auch immer dir einfällt ist eine Option.
Konfiguration des Kaesu KRK Reload Weight Systems
Es gibt sechs verschiedene Konfigurationen die auf der Kaesu Website empfohlen werden. Davon ausgehend kann man aber eigene Experimente starten. Es ist echt unglaublich wie sehr sich selbst keine Änderungen bei Swimbaits auswirken. Je nachdem wie man die Hakenposition ändern oder wie man bei drei Kunststoff Kugeln und einer Tungsten Kugel die Kugeln anordnet ist durchaus spürbar. Ob ich die Tungsten Kugel als erste oder als letzte Kugel im Reload Weight System platziere verschiebt den Schwerpunkt um rund 2 cm, was für echte Tüftler und Perfektionisten durchaus signifikant ist.
Die Tauchtiefe und ob ein Köder schwimmt, sinkt oder supsendet hängt immer ein bisschen von der Wassertemperatur, deiner Hauptschnur, deinem Vorfach und dem verwendeten Terminal Tackle ab. Den Einfluss vom Gewicht eines Wirbels oder eines Snaps sollte man nicht unterschätzen.
KRK X-High Float Mode
Wenn man vier Kunststoff Kugeln ins Reload Weight System lädt, ist der KRK stark auftreibend. Das ist beim Topwater Angeln extrem cool und der flache Körper des Swimbaits erzeugt immer wieder klatschende Geräusche an der Oberfläche. Mit ein bisschen Übung kann man das Klatschen richtig laut machen, wie wenn ein Fisch mit der Schwanzflosse schlägt.

Durch die vier Plastik Kugeln verlagert sich aber der Schwerpunkt nach oben und man kann den KRK in dieser Konfiguration burnen. Wer den KRK so eingestellt einfach nur sehr schnell einkurbeln will wird sehen, dass er sich auf die Seite legt und nichts macht. Man kann ihn durchaus zackig und aggressiv animieren, dann holt man richtig viel aus ihm heraus. Aber für einen sehr schnellen Straight Retrieve ist der Schwerpunkt zu wenig weit unten.
KRK High Float Mode
Mit einer Tungsten Kugel steigt der KRK immer noch deutlich auf, aber er lässt sich schon ein gutes Stück schneller führen.

Bei der Animation tendiert er je nach Position der Tungsten Kugel mehr oder weniger leicht nach unten. In den Pausen steigt er aber auf jeden Fall zügig an die Oberfläche.
KRK Float Mode
Abhängig von der Hauptschnur und dem Vorfach kann man den KRK in dieser Konfiguration auf rund 30 cm Tauchtiefe bringen. Aber auch hier steigt er in den Pausen immer noch auf, wenn dein Wirbel, dein Snap und dein Vorfach nicht zu schwer sind.

Man kann den KRK mit zwei Tungsten Kugeln auch ein bisschen mehr beschleunigen bei einem Straight Retrieve, ohne ihn auf die Seite kippen zu lassen.
KRK Slow Float Mode
Im Slow Float Mode mit einer einzigen Kunststoff steigt der Swimbait immer noch langsam auf in den Pausen. Abhängig vom von dir verwendeten Material kommt der KRK je nach Hauptschnur und Vorfach bis rund einen Meter in die Tiefe mit dieser Konfiguration.

Auch die mögliche Top Speed für einen Straight Retrieve wird mit der zusätzlichen Tungsten Kugel, dank dem damit nach unten verlagerten Schwerpunkt, spürbar erhöht.
KRK Sinking Mode
Der Sinking Mode ist wie gesagt die Konfiguration bei der der KRK von sich aus sinkt. Da er bei der Animation aber immer wieder ein bisschen nach oben gedrückt wird, muss für krasse tiefen noch etwas weiter in die Trickkiste gegriffen werden und man kann noch den einen oder anderen Weight Sticker anbringen, wenn man wirklich in die Tiefe möchte.

Durch die Position der Schwerpunktes mit vier Tungsten Kugeln kann man den Kaesu KRK richtig burnen. Auch wenn man ihn mit einem sehr schnellen Straight Retrieve einholt, legt er sich nicht auf die Seite. Da tragen vermutlich auch die Stabilizer Fins ihren Teil dazu bei.
KRK Rattle Modes
Wenn man alle vier Kugeln im Reload Weight Systems verwendet bleibt nicht mehr viel Bewegungsfreiheit für die Kugeln. Dementsprechend leise ist auch der Geräuschpegel des Swimbaits. Das lässt sich aber ohne Probleme ändern. Ich verwende grundsätzlich zwei Rattle Konfigurationen, aber auch hier kannst du experimentieren. Du kannst andere Materialien oder eine andere Zusammensetzung der Materialien oder der Anzahl der Kugeln verwenden, um den von dir gewünschten Effekt zu erzielen.
Loud Rattle Mode
Wenn ich einen lauten Rassel Sound will, dann verwende ich drei Tungsten Kugeln in dem Hohlraum des KRK ohne eine vierte Kugel. Die schweren und harten Kugeln haben jetzt ziemlich viel Bewegungsfreiheit.

Durch die Bewegungsfreiheit ballern die Kugeln ziemlich hin und her. Dementsprechend penetrant ist auch die Geräuschkulisse.
Subtle Rattle Mode
Wenn man möchte, dass der KRK rasselt, aber nicht so krass aufdringlich ist wie mit den Tungsten Rasseln, gibt es auch eine Möglichkeit. Man kann statt der Tungsten Kugeln einfach die Kunststoff Kugeln verbauen.

Da sie weniger hart und weniger schwer sind, erzeugen die Plastik Kugeln weniger laute Geräusche als man bei den Tungsten Kugeln zu hören bekommt.
Der Kaesu KRK am Wasser
Nachdem wir so viel über die möglichen Anpassungen geredet haben, stellt sich vielleicht dir Frage ob man eine spezielle Tasche für all das Zubehör braucht. Tatsächlich ist das aber gar nicht so wild. Ich persönlich habe normalerweise zwei Kaesu KRKs dabei. Bei einem habe ich die Joint Pads drinnen gelassen und bei dem anderen habe ich die entfernt. So habe ich beide Varianten vom Gelenkspiel her am Wasser. Dazu packe ich eine kleinen Tüte mit den Plastik und Tungsten Kugeln in mein kleines Täschchen für Zubehör, das ich sowieso mitführe.

Ganz am Anfang habe ich angesprochen, dass der KRK ohne Schwanzflosse anfangs ein bisschen ungewöhnlich wirkt. Das kommt daher, dass der Kaesu KRK ursprünglich als ein klassischer, einteiliger Jerkbait konzipiert war. Mit der Zeit und durch zahlreiche Tests hat sich dann aber die zweiteilige Variante durchgesetzt die wir jetzt kennen.
Die „fehlende“ Schwanzflosse sieht war ungewöhnlich aus, bietet aber aus meiner Sicht drei Vorteile. Es ist möglich sehr vorsichtige Bisse zu verwerten, da man einen Haken ganz hinten positionieren kann. Außerdem sorgt die Abwesenheit der Schwanzflosse dafür, dass der Kaesu KRK nicht unnötig zu helikoptern beginnt und so recht weit und schön stabil fliegt. Es wirkt sich also positiv auf das Wurfverhalten aus. Der JDM Swimbait ist zwar eher auf der leichten Seite, die schlanke Körperform gleich das aber wieder aus und somit ist das geringe Gewicht bei den Wurfweiten nicht negativ bemerkbar.

Zudem hat die nicht vorhandene Schwanzflosse einen weiteren Vorteil. Man kann sie beim Transport nicht beschädigen oder verbiegen. Es kann sich auch kein Plastik Klumpen mit irgendwelchen anderen inkompatiblen Kunststoffen bilden, wie das bei anderen Swimbaits durchaus passieren kann, wenn man nicht vorsichtig ist. Wer die Schwanzflosse aber sehr vermisst kann ja als Ersatz einen Federdrilling montieren, ein kleines Spinnerblättchen anbringen oder der Fantasie anderweitig ihren Lauf lassen.
Von den möglichen Laufmustern und der großen Menge an Führungstechniken des Kaesu KRK stehe ich tatsächlich noch am Anfang, obwohl ich schon viele Stunden mit dem schicken JDM Swimbait am Wasser verbracht habe. Alleine um die Standard Konfigurationen die auf der Kaesu Website gezeigt werden richtig auszuprobieren und damit in die Tiefe zu gehen braucht es Tage. Wenn man dann noch eigene Experimente mit in den Mix nimmt, kann man sich mit dem Kaesu KRK auf jeden Fall Tage, wenn nicht Wochen verweilen, ohne wirklich alles zu kennen und zu wissen.

Mir persönlich gefällt besonders die Möglichkeit den durchdachten JDM Swimbait sehr laut und auffällig an der Oberfläche laufen zu lassen. Dafür entferne ich die Joint Pads und verwende vier Plastik Kugeln im Hohlraum. Dadurch wird der Swimbait sehr kippelig und klatscht bei jeder zackigen Animation mir einer der flachen Flanken die Wasseroberfläche. Das klingt wie ein jagender oder fliehender Fisch der mit der Schwanzflosse schlägt und an der Oberfläche herumplätschert. Nur ein Burnen ist mit dieser Konfiguration nicht möglich, da der Schwerpunkt so liegt, dass er sich bei zu schneller Führung auf die Seite legt.
Durch die entfernten Joint Pads hat der KRK mehr Spielraum im Gelenk. Mehr Spielraum bedeutet die Kurven werden enger und die Animation ist noch aggressiver. Besonders wenn die Hechte flach stehen, oder das Kraut bis knapp unter die Oberfläche steht ist das eine super Möglichkeit an Bisse zu kommen. Und wie wir alle wissen, ist so ein Topwater Biss auf einen Swimbait sehr gut für die persönliche Befindlichkeit. Das Adrenalin, die Motivation und die Laune steigen sprunghaft an!

Was ich sonst noch sehr gerne mag ist das weite und schöne Gleiten, das man mit dem KRK hinbekommen kann. Für das weite Gleiten, das ich sehr schätze, habe ich meistens zwischen zwei und vier Tungsten Kugeln verbaut. Um ein möglichst weites gleiten zu ermöglichen lohnt es sich die ab Werk eingebaut Joint Pads de Kaesu KRK eingebaut zu lassen. Wenn das Gelenk nicht so viel Spiel hat wird die Schwimmbewegung etwas enger, aber deutlich weiter. Der KRK läuft dann nicht mehr so aggressiv zu Seite, aber die Distanz die er mit einer Gleitbewegung zurücklegt steigt deutlich.

Als keine Randbemerkung möchte ich auch noch erwähnen, dass ich bei meinem dritten Versuch, trotz eingebauter Joint Pads, einen 360° geschafft habe. Ich glaube nicht, dass eine komplette Drehung nötig ist oder mehr Fische bringt. Aber es soll doch verdeutlichen wie agil und einfach zu animieren der Kaesu KRK wirklich ist. Eine ganze Drehung wird wohl in den wenigsten Fällen über Fisch oder nicht Fisch entscheiden. Aber cool ist es dennoch denn Swimbait Angeln ist ja schon auch ein bisschen die Freude am Lernen der Köder und am Feilen an den eigenen Fähigkeiten.
Empfohlenes KRK Kaesu Tackle
Ich persönlich angle beide KRKs, obwohl ich den größeren bevorzuge mit der gleichen Rute, Schnur und Rolle. Trotz der über 20 cm des größeren Modells braucht man nicht wirklich schweres Gerät, da der Swimbait sehr schlank ausfällt. Darum hat selbst der große KRK nur zwischen 86 und 98 g. Großteils habe ich beide mit der LMAB The Rodfahter XXH oder der 13 Fishing Fate Black XH.

Je dünner die Schnur ausfüllt, desto leichter ist die Animation und desto besser sind die Wurfweiten. Natürlich muss man dabei vernünftig bleiben was die Gegebenheiten am eigenen Gewässer angeht. Da es bei uns so gut wie kein Heavy Cover gibt, reichen für mich 14 lb Nylon oder Fluorocarbon Hauptschnur völlig aus und ich habe damit noch nie Probleme bekommen.
Als geeignete Baitcaster kann ich zum Beispiel die Daiwa Zillion HD, die Tatula 100 TW, die Abu Garcia Beast 200 oder die Shimano Curado M empfehlen. Alle diese Rollen können sowohl den kleineren Kaesu KRK als auch die große Version perfekt bedienen.
Mein Fazit zum Kaesu KRK
Der Kaesu KRK ist wohl einer der wandelbarsten Swimbaits überhaupt. Auch wenn er auf den ersten Blick recht einfach wirkt, ist er auf den zweiten Blick voller Überraschungen. Von der Anpassungsfähigkeit an verschiedene Situationen spielt der KRK auf jeden Fall in der Oberliga. Ich sehe ihn da auf einer Stufe mit dem Swimbait der Firma mit den drei Buchstaben. Die Aktion bietet alles von einem aggressiven Choppy Laufverhalten bis hin zu einem schön ruhigen und sehr weiten Gleiten. Topwater und ein paar Etagen tiefer sind mit den Zubehörteilen aus der Packung möglich und es muss nichts zugekauft werden.
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