[Werbung] Federdrillinge sehen nicht nur cool aus, sie haben auch Auswirkungen auf das Verhalten der Hardbaits und teilweise auf die Bissverwertung. Wann es Sinn macht einen Drilling mit Federn zu verwenden und wann es eher kontraproduktiv ist erklärt dieser Artikel. Du erfährst auch an welcher Stelle des Köders ein Federdrilling besonders viel Sinn macht.
Klar könnte man einfach überall Drillinge mit Federn montieren, aber das ist weder Sinnvoll noch günstig. Da gute Haken nicht unbedingt geschenkt sind, lohnt es sich darüber nachzudenken an welchen Stellen und für welche Zwecke man einen Haken, der eigentlich noch neu oder neuwertig ist, durch einen Federdrilling ersetzt. Federn am Drilling sind tatsächlich nicht nur etwas das für den Angler, also den Kunden, gemacht ist, sondern etwas das auch eine reale Auswirkung hat.
Bissverwertung mit Federdrilling
Man mag es kaum glauben, aber teilweise haben so kleine Details wie Federn am Drilling tatsächlich eine Auswirkung auf die Bissverwertung. Auf den ersten Blick klingt das ein bisschen Unrealistisch, aber sobald es ordentlich erklärt wird, kann man es absolut nachvollziehen.

Es ist also mehr als nur Zufall oder Optik, dass zum Beispiel der Raid Japan Deka Dodge mit mehr als großzügigen Federn ausgestattet ist. Aber was genau machen Federn am Drilling für einen Unterschied bei der Bissverwertung?
Vorteile bei barschartigen Fische
Ein großer Teil des Vorteils bei der Bissverwertung betrifft barschartige Fische, da sie anders beißen als zum Beispiel Hechte, Forellen und Döbel. Barschartige Fische, inklusive unserer Flussbarsche und der Bass, erzeugen mit ihrem Maul einen Unterdruck und saugen so ihre Beute an. Wenn der Biss eher zaghaft ist, kann es sein, dass der Köder durch den zu niederen Ansaugdruck nicht im Maul landet.

Mit einem Federdrilling beim Barschangeln oder Bassangeln ist die Chance aber deutlich höher, dass zumindest der gefiederte Haken im Maul des Fisches landet. Das große Volumen, das durch die Federn entsteht, hilft dabei. Ein leerer Haken wird nicht so leicht angesaugt wie einer mit einem Büschel Federn. Der verschönerte Drilling bietet dem Wasserstrom einfach mehr Angriffsfläche und wird somit deutlich leichter ins Maul gespült. Gerade bei einem sehr vorsichtigen Anfasser kann das den Unterschied ausmachen.
Vorteil bei anderen Raubfischen
Bei anderen Raubfischen, wie zum Beispiel beim Hechtangeln, kann ein Drilling mit Federn aber auch einen Unterschied in der Bissverwertung machen. Durch den optisch auffälligen Drilling bietet man dem Fisch einen Triggerpunkt auf den er sich fixieren kann. Somit kann man die Stelle an der der Fisch beißt ein bisschen beeinflussen.

Da Fische nicht an jeder Stelle eines Hardbaits gleich gut hängen bleiben, macht es Sinn hier ein bisschen lenkend einzugreifen. Packt der Fisch an der richtigen Stelle zu, ist die Chance ihn zu landen deutlich besser. Über die idealen Positionen für Federdrilling gibt es ein bisschen weiter unten sehr detaillierte Informationen.
Köderlauf mit Federdrillingen
Wer ein bisschen mit Federdrillingen experimentiert findet recht schnell heraus, dass sie den Köderlauf teilweise recht stark beeinflussen. Diese Eigenschaft kann man mit ein bisschen Geschick und Experimentierfreudigkeit zum eigenen Vorteil nutzen.

Wenn man die Federdrilling allerdings falsch verwendet gibt es ein kleines Risiko statt der Verbesserung eine minimale Verschlechterung im Köderlauf zu verursachen. Darum besprechen wir jetzt kurz wann sich der Lauf des Hardbaits mit einem Federdrilling verbessert und wann er sich eher verschlechtert.
Verbesserter Lauf mit Federdrillingen
Es gibt Techniken und Situationen in denen ein Federdrilling das Laufverhalten eines Hardbaits positiv beeinflusst. Das ist besonders dann der Fall wenn ich der Köder entweder wenig fortbewegen soll oder lange Pausen eingebaut werden. Wenn beides der Fall ist, dann liegt es auf der Hand, dass der Nutzen doppelt vorhanden ist.

Bei Poppern hat es sich schon vor vielen Jahren eingebürgert, dass sehr viele Modelle einen Federdrilling am Schwanzende haben. Wenn man mit längeren Pausen angelt hat ein Raubfisch, der sich in der Nähe befindet, immer etwas zu sehen das sich unter Wasser interessant verhält.
Zeitgleich wird auch die Vorwärtsbewegung bei der Animation etwas eingebremst und man kann so Hot Spots etwas genauer ausfischen, wenn man einen Popper mit Federdrilling verwendet.

Aber nicht nur bei Poppern ist die Bremswirkung ein Vorteil. Wer sich mit Swimbaits auseinandersetzt wird früher oder später mit dem Deadwalk konfrontiert. Dabei handelt es sich um eine Animationsmethode bei der sehr wenig Strecke gemacht wird, aber dennoch viel Bewegung im Spiel ist. Der Kopf des Swimbaits schlänge nach links und rechts, während so wenig wie möglich Vorwärtsbewegung passiert. So lassen sich auch mit einem Swimbait Hotspots super ausangeln und wenn die Räuber träge sind, lassen so oft doch noch ein paar Fische überzeugen. Für die detaillierte Erklärung kannst du dir den Deadwalk Artikel durchlesen.

Neben der großzügigen und steilen Tauchschaufel, die ein für den Deadwalk optimierter Swimbait braucht, hilft auch ein Federdrillinge. Der Zweck der Schaufel ist, dass die Vorwärtsbewegung so viel wie möglich abgebremst wird. Ein verzierter Haken spielt dabei die gleiche Rolle. Je mehr Feder und desto mehr Wasserwiderstand. Natürlich ist der garnierte Drilling kein Allheilmittel aber er bietet eine kleine Verbesserung, die für einen Enthusiasten durchaus den entscheidenden Unterschied machen kann. Viele kleine Optimierungen machen letztendlich den großen Unterschied.

Das ist der Grund warum viele Swimbaits die speziell für den Deadwalk gedacht sind schon solche Drillinge verbaut haben. Der Jackall oder Illex Maekon und der Daiwa Fuku Uo sind da zwei sehr gute Beispiele dafür.
Verschlechterter Lauf mit Federdrillingen
Diese kleine Änderung muss aber nicht immer ausschließlich positiv sein. Es gibt ja auch Glidebaits bei denen man so viel wie möglich Strecke machen möchte in einer einzelnen Bewegung. Dabei Spiel die Dicke der Schnur eine Rolle, da selbst die Schnur in der Lage ist die Bewegung des Köders auszubremsen.

Deshalb ist es wenig verwunderlich, dass auch ein oder zwei Federdrillinge eine spürbare Auswirkung haben. Wer Wert darauf legt einen Glidebait möglichst ausladend laufen zu lassen, kann mit gutem Gewissen auf Federdrillinge verzichten, da sie eher schaden würden als zu helfen. Je buschiger und je härter die Federn ausfallen, desto mehr bremsen sie die Gleitbewegung.
Mehr optische Reize mit Federdrillingen
Drillinge mit Federn bieten natürlich auch einen optischen Reiz. Natürlich durch die Bewegung, aber oft auch durch die Farbe. Das kann auch eine deutliche Aufwertung eines Hardbaits darstellen.

Je sterriger die Federn sind, desto mehr werden sie von der Strömung hin und her gedrückt. Aber je weicher die Federn sind, desto mehr bauschen sie sich auf und desto flüssiger sieht die Bewegung aus. Besonders auffallend sind dabei Marabu Federn. Im trockenen Zustand sind sie extrem flauschig. Sobald sie nass sind, sind sie an Land nicht mehr schön anzusehen, aber sobald sie wieder im Wasser sind, werden sie sofort wieder so richtig bauschig.
Meine Wahl bei Federdrillingen
Aktuell habe ich einen ganz klaren Favoriten bei den Federdrillingen. Der BKK Feathered Spear – 21 SS Treble Hook ist bei mir an vielen Swimbaits zu finden.

Auf den ersten Eindruck hin hat mir die Optik gefallen. Aber auch die Verarbeitung und die Beschichtung der Haken machen auf den zweiten Eindruck eine gute Figur. Schön finde ich auch, dass die Haken nicht zu dick ausfallen, was meiner Art zu angeln und der Verwendung von FC und Nylon als Hauptschnur sehr entgegen kommt. Mit dieser Drahtstärke braucht man nämlich nicht übertrieben viel Kraft beim Anhieb um den Federdrilling sauber zu setzen.
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Alternativen zu Federdrillingen
Natürlich kann man ähnliche Wirkungen nicht nur mit Federdrillingen erzielen. Es gibt auch andere Möglichkeiten den Fischen sowohl optisch etwas zu bieten als auch den Köder auszubremsen.

Ich verwende als Alternative gerne die VMC Hybrid UV Trebles. Sie haben zwar keine Federn, dafür aber einen schön buschigen Besen aus UV Flash Material. Das sieht besonders im Sonnenlicht sehr interessant aus.

Auch der Bladed Hybrid Treble von VMC hat eine bremsende Wirkung. Zudem erzeugt das Spinnerblatt Druckwellen die von den Fischen spürbar sind. Auch das Blitzen des Metallblattes im Sonnenlicht ist optisch sehr auffällig.
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Optimale Position des Federdrillings
Die optimale Position eines Federdrillings ist stark vom Zweck und dem verwendeten Köder abhängig. An unterschiedlichen Stellen kann der verschönerte Drilling sich spürbar anders auswirken. Was du beachtet solltest erfährst du jetzt. Natürlich handelt es sich um eine sehr vereinfachte Erklärung die als Basis für erste Gehversuche und als Grundlage für eigene Experimente dienen soll.

Bei einem Popper macht es Sinn den Schwanzdrilling mit Federn zu versehen. Da der Köder in dem Pausen mit dem Kopf nach oben und dem Schwanz nach unten im Wasser steht, ist der Schwanzdrilling einfach besser zu sehen und auch einfacher ins Maul zu bekommen. Aus diesem Grund ist die Positionierung bei diesem Typ Köder ein No Brainer.

Auch beim Angeln mit Wakebaits habe ich festgestellt, dass ein Federdrilling am Schwanzende Wunder wirken kann. Ruhig und gleichmäßig geführt bringt ein Wakebait mit verschönertem Drilling am Schwanzende oft deutlich mehr Bisse als ein vergleichbarer Hardbait ohne dieses Feature. Gerade kapitale Döbel stehen auf das kleine Extra an ihrem Snack.

Etwas anders sieht es bei Swimbaits aus. Wenn du als Ziel einen möglichst schönen Deadwalk hast unterscheidet sich die Position von einem Swimbait bei dem es um eine schöne und natürliche Schwimmbewegung geht. Für den Deadwalk willst du das Schwanzteil des Swimbaits möglichst ruhig halten. Das Kopfteil sollte dabei aber möglichst beweglich sein. Aus diesem Grund lohnt es sich beim hinteren Haken auf einen bremsenden Federdrilling zu setzen. Den Bauchdrilling würde ich aber immer nackt lassen, da es vom Laufverhalten her beim Deadwalk keinen Vorteil bietet vorne auch einen Federdrilling zu verwenden.

Wenn es darum geht einen Swimbait zu verschönern der einfach nur eine möglichst natürliche Schwimmbewegung haben soll, würde ich den Federdrilling anders platzieren. In diesem Fall würde ich den aufgehübschten Drilling vorne am Brustteil anbringen oder an beiden Ösen.

Falls du dich entscheiden musst zwischen vorne oder hinten, würde ich immer vor vorne setzen, wenn es bei einem Swimbait nicht um den Deadwalk geht. Da der Federdrilling auch eine optische Anziehungskraft hat, ist das die ideale Position. Wenn sich zum Beispiel ein Hecht auf den vorderen Haken konzentriert und ihn beim Biss verfehlt ist noch nicht alles verloren. Es ist möglich, dass der Swimbait durchrutscht und der zweite Haken greift. Wenn sich der Hecht direkt auf den zweiten Haken einschießt ist diese Möglichkeit nicht gegeben.
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