Kaesu Touda

[Werbung] Crawler sehen oft extrem ähnlich aus, anders der Kaesu Touda. Er sticht optisch auf den ersten Blick heraus, da Multi Joint Crawler auf jeden Fall ein ungewöhnlicher Anblick sind. Klar lag da auf der Hand, dass ein Testbericht dieses JDM Crawlers absolut unumgänglich ist. Worin sich der Kaesu Touda von der Konkurrenz unterscheidet erfährst du wenn du weiterliest.

Die allermeisten bekannten Crawler haben nur ein einziges Körpersegment. Der Gan Craft Joi Crawler tanzt da mit seinem einen Gelenk schon ein bisschen aus der Reihe. Beim Touda hat Kaesu die ganze Sache auf die Spitze getrieben und einen Crawler mit vier Segmenten entwickelt. Außergewöhnliches ist immer interessant und darum schauen wir uns jetzt gemeinsam an ob das Konzept funktioniert.

Optik des Kaesu Touda

Der Touda von Kaesu ist optisch schon spannend. Besonders der vielteilige Körper und die Flügel fallen sofort auf. Ob es sich beim Körper der JDM Crawlers um einen Fischkörper, einen Schlangenkörper oder ein Fantasiewesen handelt ist für mich nicht ganz klar. Es ist aber eigentlich auch egal, weil es bei Angeln nicht vor allem darum geht etwas möglichst lebensnah nachzubauen. Meistens geht es einfach darum die Instinkte der Fische möglichst effektiv zu triggern. Für mich sieht der Touda aus wie eine Kreuzung aus Aal und Spatz. Ich finde die Optik erfrischend neu und sehr cool.

Kaesu Touda

Wie es bei JDM Ködern allgemein üblich ist wurde viel Wert auf schöne Details gelegt. Das Design des Gesichts vom Touda ist dennoch eines der schönsten die ich je an einem Crawler gesehen habe. Es gibt Kiemendeckel die mit viel Liebe gestaltet sind. Ein oberständiges Maul wird angedeutet und es sind 3D Augen angebracht. Die Augenfarbe ist übrigens nicht bei jedem Farbmuster gleich.

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Das Schuppenkleid des mehrteiligen Crawlers ist nicht einfach nur aufgemalt, sondern ist wirklich auch im Rohling eingearbeitet. Auch die Seitenlinie ist wirklich spürbar im Material. Prinzipiell muss man bei den Details sagen, dass es sehr viele kleine Einzelheiten gibt die in die Lackierung eingearbeitet wurden, die man wirklich nur sieht wenn man sich den Kaesu Touda wirklich genauer ansieht. Beim Pinken gibt es zum Beispiel feine Details aus Silber und ein Hauch von schwarz an einer bestimmten Stelle, die mir erst beim Fotografieren und beim tippen des Artikels wirklich aufgefallen sind.

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Die Verarbeitung ist absolut erstklassig und lässt keine Wünsche offen. Auch wenn JDM Freaks im Allgemeinen sowieso eine gute Verarbeitung gewohnt sind, ist der Touda auch in dieser Sparte sicher ganz oben anzusiedeln. Zusammen mit der meiner Meinung nach sehr passend, auch für unsere Hechte, gewählten Hardware macht dieser Crawler wirklich Lust auf Angeln.

Kaesu Touda Dimensonen

Der Touda ist mit seinen 15 cm Länge eher lang, wirkt aber durch seine Schlankheit nicht zu massiv. Dabei bringt er es auf ein Gewicht von 45 g. Die Spannweite des extrem durchdachten JDM Crawlers ist rund 14 cm. Wenn man das alles bedenkt, dann wirkt der Touda optisch wesentlich weniger wuchtig als die reinen Zahlen vermuten lassen würden. Ich finde er wirkt überraschend mundgerecht.

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Features des Kaesu Touda

Gegenüber dem was man von einem normalen Crawler kennt ist der Kaesu Touda schon wirklich Sonderklasse. Er spielt einfach in einer ganz eigenen Liga. Gestopft voll mit Features kann er sich auf jeden Fall mühelos aus dem Einheitsbrei abheben und geht nicht in der Masse unter.

Jointed Body

Die vier Körperteile sind etwas ganz besonderes in der Crawler Kategorie. Normalerweise hat ein Crawler einen einteiligen Körper mit zwei Flügeln. Mehr ist es in über 90 Prozent der Fälle tatsächlich nicht. Ein Crawler mit gleich vier Körperteilen ist da schon die sehr große Ausnahme.

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Durch den Jointed Body bewegt sich der Kaesu Touda in den Animationspausen deutlich mehr als andere Crawler. Das Schwanzende der Touda hat auch in den Pausen noch recht lange eine Eigenbewegung, selbst wenn das Wasser sehr ruhig ist. Bei minimal Bewgung an der Wasseroberfläche steht er überhaupt nicht komplett still und wedelt immer leicht mit dem Schwanzende.

Stainless Steel Wings

Die Flügel des Kaesu Touda sind aus rostfreiem Stahl. Dadurch sind sie deutlich widerstandsfähiger als Flügel aus Alu oder Kunststoff. Gerade wenn man mit einem Kescher mit großen Silikonmaschen arbeitet wird es sonst recht schnell gefährlich für die Flügel. Ich hatte zwar auch bei anderen Crawlern noch nie das Problem, dass ein Flügel kaputt gegangen wäre, aber zurückbiegen hat es schon oft gegeben.

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Beim Kaesu Touda ist da deutlich mehr Widerstandsfähigkeit zu beobachten. Zudem ist es möglich den Flügeln über die Schrauben ein Fine Tuning zu verpassen. Das war aber bei mir noch nie notwendig, da beide meine Toudas für mich perfekt eingestellt waren.

Rolling Hook Eyes

Die rotierend befestigten Drillinge des Kaesu Touda sind gerade bei Crawlern keine Selbstverständlichkeit. Bei Swimbaits findet man dieses Feature schon recht oft, aber bei den Crawlern ist der Touda auf jeden Fall einer von eher wenigen die diesen Komfort bieten. Durch die rotierenden Drillinge wird es für die Fische schwieriger die Köder abzuschütteln. Sie schaffen es nicht so leicht das Eigengewicht das Hardbaits als Hebel zu verwenden um den Haken loszuwerden.

Der Kaesu Touda am Wasser

Ich habe beim Kaesu Touda mit eher bescheidenen Flugeigenschaften gerechnet. Im Allgemeinen fliegen mehrteilige Hardbaits eher bescheiden. Und da der Touda auch noch seitlich Flügel angebaut hat, waren die Erwartungen gering. Ich wurde aber zum Glück positiv enttäuscht. Der mehrteilige JDM Crawler fliegt tatsächlich sehr akzeptabel. Natürlich legen sich die Flügel im Wurf schon windschnittig an, aber auch der gelenkige Körper bremst wesentlich weniger als angenommen.

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Somit ist es möglich den Crawler auf gute Weiten zu bringen und ihn auch, ohne viel Trudeln, direkt neben den Hotspots zu platzieren. Solche Hot Spots, wie zum Beispiel Lücken im Schilf, Baumkronen im Wasser, treibende Holzteppiche und offene Stellen in und neben Seerosenfeldern sind immer ein super Platz für einen Crawler. Aber auch wenn das Kraut bis knapp unter die Wasseroberfläche reicht oder der Spot extrem flach ist, ist ein Crawler eine super Idee um schnell Strecke zu machen und kein Kraut zu sammeln.

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Die Animation des Kaesu Touda ist absolut kinderleicht. Ähnlich wie bei einem Crankbait reicht es eigentlich schon völlig aus den Topwater Köder mehr oder weniger schnell einzuleiern. Die eine oder andere Pause oder ein gelegentlicher Print schaden natürlich auch nicht. Dabei ist die Geschwindigkeit sehr variabel. Der Kaesu Touda beginnt schon im Schneckentempo schön abwechselnd zu kraulen. Es ist echt krass wie langsam man kurbeln kann, selbst wenn man mehrere Sekunden für eine Kurbelumdrehung braucht ist noch ein sichtbares Spiel der Flügel vorhanden.

Der Touda macht sich auch langsam bemerkbar ist aber nicht aufdringlich laut. Wenn man richtig Gas gibt läuft der Crawler auch schön, wird dann aber ein richtiger Radaubruder der klappert, plätschert und eine ordentlich Welle schiebt. So kann man ihn nicht nicht bemerken.

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In den Pausen gibt es auch bei einem traditionellen Crawler die eine oder andere Reflektion des Sonnenlichtes von einem der Flügel zu sehen. Beim Touda ist diese passive Aktion aber noch deutlich ausgeprägter.

Es ist nämlich tatsächlich kaum möglich, dass das Wasser so ruhig ist, dass der Jointed Body des Kaesu Touda nicht mit dem Schwänzchen wedelt. Aber selbst wenn das Wasser spiegelglatt ist bewegt sich der leichtgängige Körper des JDM Crawlers noch einige Zeit nachdem er gestoppt wurde.

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Die Gewichtskugeln im Inneren des Crawlers sind übrigens nicht komplett fixiert montiert sondern haben minimal Spiel. Dadurch entstehen ein dezentes Geräusch das auch in der Pausen, wenn nur die Wellen mit dem Köder spielen, zu hören ist.

Die Bisse kündigen sich, wie auch bei anderen Topwater Ködern, schon oft im Voraus an. Oft sieht man einen Schatten hinter dem Kaesu Touda auftauchen oder kann sogar eine Bugwelle sehen die sich dem Crawler nähert. Dann heißt es Ruhe bewahren und stur weiterkurbeln. Auch wenn man eine Attacke sieht muss man sich mit dem Anhieb zurückhalten. Vor ich nicht das Gewicht des Fisches spüre ändere ich nichts an meinem Verhalten. Erst wenn ich das Gewicht spüre kurble ich deutlich schneller und setze einen ruhigen, gleichmäßigen Anhieb zur Seite weg oder nach Oben hin. Danach gilt es Druck zu halten in den ersten Sekunden, damit sich der Haken sauber einarbeiten kann, da ich mit Schnur angle die Dehnung hat. Auf diese Art und Weise gibt es so gut wie keine Aussteiger.

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Da so ein Crawler schon ein bisschen Widerstand bietet lohnt es sich durchaus eine Baitcaster zu verwenden, auch wenn es für die Animation nicht direkt gewaltige Vorteile hat. Meine Wahl ist eine Baitcaster wie zum Beispiel eine Tatula in der 100er Größe, die Zilliion HD oder auch die neue Abu Garcia Beast 200.

Bei der Schnur setze ich auf eine Nylon Schnur mit einer Tragkraft zwischen 14 und 16 Pfund, da ich am Bodensee und am Gardasee meistens nicht im extremen Cover fische, sondern den Crawler übers Kraut führe. Da muss man für sich und seine Spots eine vernünftige Wahl treffen. Meine gewählte stärke reicht für mich von der Tragkraft her aus und bietet aber immer noch einen sehr hohen Wurfkomfort sowie gute Wurfweiten.

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Als Rute habe ich so gut wie immer die LMAB The Rodfather XXH oder die 13 Fishing Fate Black XH verwendet. Bei mehr Bewuchs am Ufer, in Häfen und vom Boot aus setze ich eher auf die Rodfather, weil sie kürzer ist. Vom freien Ufer aus, wenn nicht viele Bäume stehen auf die man beim Durchziehen achten muss, nehme ich gerne die längere Fate Black.

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Mein Fazit zum Kaesu Touda

Crawler sind eine Köderklasse für sich und nicht jeder ist ein mega Fan. Aber wenn du Crawler magst, wirst du über kurz oder lang auf keinen Fall an diesem JDM Prachtexemplar vorbei kommen. In all den Jahren ist der Kaesu Touda ganz bestimmt der Crawler mit den meisten technischen Feinheiten, die ihn von der Masse absetzen. Es ist wirklich eine Freude mit diesem Schmuckstück zu angeln!


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