[Werbung] Das SPRO KGB K-Rig ist ganz bestimmt einer der speziellsten Swimbaits aller Zeiten. Die Optik und das Konzept hinter dem Bigbait sind einzigartig und machen den besonderen Hardbait für jeden Swimbait Enthusiasten interessant. Da es bisher noch nichts vergleichbares gegeben hat, musste unbedingt ein K-Rig ans andere Ende der Schnur, damit ich einen ordentlichen Artikel über den Köder schreiben kann.
Wie bereits im Artikel über den SPRO KBG Chad Shad erwähnt, finde ich es super wie die beiden Firmen kooperieren, statt das der Große den Kleinen kopiert und aus dem Geschäft drängt. Diese Art der Zusammenarbeit ist für alle Parteien vorteilhaft und schafft ungeahnte Möglichkeiten.
Der Chad Shad, der aus der Zusammenarbeit zwischen SPRO und KGB entstanden ist, ist eine leistbare ABS Version des doch recht teuren Harz Chad Shad. Die Harz Version von KBG ist die ursprüngliche Version und deutlich teurer als die ABS Variante aus der Kooperation. Dennoch ist auch der „günstigere“ ein sehr hochwertiger Swimbait mit super Eigenschaften. Da das K-Rig auch auf dem ABS Chad Shad basiert kann hier eigentlich doch nichts schieflaufen und der Swimbait sollte ein super Hechtköder sein.
Optik des SPRO KGB K-Rig
Das SPRO KGB K-Rig sieht einfach nur so aus als ob drei Chad Shads leicht versetzt übereinander liegen. Und genau das ist auch der Fall. Es wurden drei Chad Shads übereinander montiert um einen Schwarmeffekt zu erzeugen den es so bisher noch nicht gegeben hat. Der Spinnerbait und das Alabama Rig waren nur kleine Anfänge, denn das K-Rig übertrifft sie alle um Welten was die Macht der Präsenz im Wasser angeht.

Von der Optik her unterscheiden sich die einzelnen Chad Shads des Schwarmköders nicht wirklich von den Einzelködern. Die Verarbeitung ist genauso erstklassig wie des dort schon der Fall war. Auch hier sind ein schönes, eingearbeitetes Schuppenkleid, große, sehr runde 3D Augen, sowie Brustflossen und Kiemendeckel zu finden. Der Kopf ist logischerweise auch beim Schwarm recht breit, da die mega Augen ordentlich auftragen.

Auch der selbe, recht eckige und abrupte, Übergang zum Bauch und zum Rücken sind hier wieder zu finden. Und natürlich gibt es dreimal einen super schicken Brush Tail der sich optisch meiner Meinung nach super macht. Und natürlich stammt auch hier die Hardware vom japanischen Top Hersteller Gamakatsu.
Ich finde die Dimension der Gamakatsu Nano Alpha Treble Hooks gut gewählt für unsere Hechte. Auch bei der Verbindung zwischen den einzelnen Swimbaits des Schwarms wurde geklotzt und nicht gekleckert. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es hier ein Problem geben könnte mit dem SPRO KGB K-Rig.

Insgesamt finde ich die Optik sehr vertrauenerweckend, aber auch sehr ungewöhnlich und man darf sich durchaus zurecht fragen wie sich diese gewagte Kombination in der Praxis macht.
Dimensionen des SPRO KGB K-Rig
Das SPRO KGB K-Rig hat eine Länge von 23 cm und wiegt dabei 200 g. Die Höhe, vom Bauch des untersten Chad Shads bis zum Rücken des obersten Chad Shads, ist 13 cm.
Besonderheiten des SPRO KGB K-Rig
Eine der Besonderheiten ist ganz bestimmt die Größe des Köders. Da er dadurch nicht ganz einfach zu transportieren ist, muss man sich eine gute Lösung einfallen lassen. Bei mir ist es so, dass ich ihn einfach oft schon an der Rute montiert transportiere. Ich habe dann einfach eine Swimbait Rute für alle anderen Swimbaits die ich am Tag angeln möchte und eine auf der das K-Rig montiert ist.

Alle drei Drillings sind übrigens mit einem Wirbel am Schwarm befestigt. Dadurch ist es für den Fisch weniger leicht möglich den Köder als Hebel zu verwenden um den Haken loszuwerden.
Die zweite große Besonderheit, außer das es sich um einen Fischschwarm handelt, ist die variable Lauftiefe. Es sind nämlich zwei Ösen angebracht. Diese zwei Ösen verändern den Winkel in dem der Swimbait gezogen wird und damit variiert auch die Lauftiefe bei gleichbleibender Geschwindigkeit.

Wenn man das SPRO KGB K-Rig an der oberen Öse einhängt wirkt die Stirn des mittleren Fisches wie eine Tauchschaufel. Man kann es damit, abhängig von der verwendeten Schnur, auf bis zu 3 m Tiefe bringen ohne zusätzliches Gewicht zu verwenden.
Hängt man des ungewöhnlichen Swimbait an der unteren Öse ein taucht er nicht mehr so tief ab, dafür ist der Lauf etwas mehr Glidebait mäßig.
Das SPRO KGB K-Rig am Wasser
Eigentlich ist das SPRO KGB K-Rig ein Slow Floater, wenn man ihn ohne Vorfach ins Wasser legt. Abhängig von dem Gewicht deines Vorfachs, Snaps, Swivels und von deiner Hauptschnur kann er aber durchaus auch ein Slow Sinker sein. Auf jeden Fall ist er nicht weit entfernt von einem Suspender.
Was man bei aller Vorfreude das SPRO KGB K-Rig endlich ausprobieren zu können bedenken muss ist die Rute. Mit seinen 200 g hat nicht jeder eine passende Rute zuhause. Ich hatte eine Swimbait Rute bis 200 g, aber da sie knapp gerated war, war das Werfen keine Freude. Also habe ich mir kurzerhand eine Rute bis 300 g geholt um den Gamakatsu Luxxe Laughin‘ 300, den Megabass i-Slide 265 R und das K-Rig ordentlich werfen zu können. Und mit der richtigen Rute hat es auch auf einmal richtig Spaß gemacht.

Das Wurfverhalten des Schwarms ist nicht geeignet für einen Weitwurf Rekord. Aber dennoch ist es deutlich besser als ich mir das erwartet hatte. Mit ein bisschen Gefühl ist es auch nicht so schwer diesen Bigbait nicht zu sehr helikoptern zu lassen. Nach ein paar Würfen und mit steigender Routine werden dann die Wurfweiten auch noch ein bisschen besser. Am Anfang hat man einfach noch ein bisschen zu viel Hemmung das Potential voll auszunützen, weil das Erscheinungsbild und das Gewicht einfach schon imposant ist.

Sobald der riesige Köder im Wasser ist, wird man schon wieder positiv überrascht. Durch die unterschiedlich weit nach vorne ragenden Nasen und die verschiedenen Fixpunkte an denen sie befestigt sind, bewegt sich jeder der drei Einzelköder in seinem eigenen Takt. Ich habe befürchtet, dass sie alle genau gleich schwimmen, aber das tun sie nicht. Man hat wirklich den Eindruck einem kleinen Schwarm zuzusehen in dem jeder Fisch sein Eigenleben hat. Das prinzipielle Schwimmverhalten selbst wird von der verwendeten Öse bestimmt.

Wenn man die obere Öse nimmt, um die Stirn des mittleren Chad Shads als Tauchschaufel zu verwenden, ist der Schwerpunkt ganz bestimmt ein sauberes und schönes Schwimmverhalten. Es handelt sich ganz einfach um einen Fischschwarm der ganz arglos durch die Gegend trödelt. Ich könnte dem Köderlauf stundenlang einfach nur zusehen. Natürlich ist die eine oder andere Pause oder hin und wieder ein Sprint super, aber mir hat es besonders eine komplett arglose Führung angetan.
Nimmt man die Öse am mittleren Chad Shad wird das Laufverhalten ein bisschen mehr Glidebait mäßig, da keinen „Tauchschaufel“ mehr vorhanden ist. Mit dieser Anköderung kann man ihn ordentlich Choppen, also sehr zackig über die Rolle nach links und rechts schießen lassen. Aber auch an dieser Öse kann das SPRO KGB K-Rig ganz einfach eingeleiert werden. Dabei legt sich der Schwarm aber deutlich mehr in die Kurve als wenn er in der oberen Öse eingehängt wird.

Es ist verrückt wie viele Verfolger das SPRO KGB K-Rig produziert, weil die enorme Präsenz neugierige Fische von sehr weit weg her lockt. Das ist einfach etwas was kleinere Swimbaits, auch wenn sie etwas mehr Bisse bringen, nicht schaffen. Man sieht mit so einem Köder ganz oft Fische von denen man keine Ahnung hatte, dass sie überhaupt in der Gegend sind.Ein Swimbait Tracer hilft übrigens den kleinen Fischschwarm auf bei suboptimalen Verhältnissen im Blick zu behalten. So kann man ihn leichter kontrollieren und hat insgesamt mehr Angelspaß weil man den Swimbait besser beobachten kann.
Ganz klar braucht man für so einen Köder eine stabile Baitcaster, da er sich an einem Spinning ganz einfach nicht vernünftig werfen lässt. Ich würde auch auf jeden Fall eine gute Nylon oder Fluorocarbon Hauptschnur empfehlen, da die Dehnung dem Lauf hilft und zusätzlich Abrisse im Falles eines Backlashes verhindert. Ich habe immer eine Fate Black GateKeeper XXXH mit einer Shimano Tranx B 301 sowie einer Sufix Advance Mono in 25 lb (0,35 mm) verwendet und hatte damit nie Probleme.

Zusätzlich würde ich dazu raten, zumindest auf dem Boot, immer eine zweite Rute mit einem einfachen Chad Shad oder etwas einem vergleichbaren Swimbait griffbereit zu haben. Es kann nämlich durchaus sein, dass sich ein interessierter Verfolger nicht über der Schwarm drüber traut, aber einen nachgeworfenen einzelnen Swimbait sofort attackiert. In Italien haben wir das genau so auf Bass mit Swimbaits und einem unbeschwerten Gummiwurm gemacht. Angelockt mit dem riesigen Köder und gefangen mit dem kleinen leichten Bait.
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Mein Fazit zum SPRO KGB K-Rig
Das SPRO KGB K-Rig macht einfach unglaublich Spaß. Es braucht ein paar Minuten bis man sich mit den Laufeigenschaften bekannt gemacht hat, aber dann wird es richtig lustig. Schon alleine dem Lauf des Köders zuzusehen ist einen helle Freude. Wenn du ein wirklicher Swimbait Enthusiast bist und Spaß am Experimentieren hast wird wohl über kurz oder lang kein Weg an diesem kleinen privaten Fischschwarm vorbei führen.
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