Daiwa Tatula SV TW

Daiwa Tatula SV TW

Die Daiwa Tatula SV TW ist mir immer wieder über den Weg gelaufen, bis ich sie einfach kaufen musste. Falls sie wirklich die 5 g ohne Probleme wirft, kann man zu diesem Preis nichts falsch machen. Die Frage ist nur ob sie dieser Erwartung gerecht werden kann!

Ich habe bereits etliche Shimano Baitcaster. Auch aus diesem Grund war es an der Zeit einmal eine Daiwa genauer unter die Lupe zu nehmen und zu sehen ob die Daiwa Jünger denn tatsächlich alle so falsch liegen. Irgend einen Grund muss es ja geben, warum manch so krasse Daiwa Fans sind.

Der erste Eindruck der Tatula SV TW

Meine Tatula SV TW mit der 7.3 : 1 Übersetzung kommt in metallic Grau mit grauen und roten Highlights. Das Handle und die Knobs sind schwarz. Für mich etwas ungewohnt ist, dass die Baitcaster nach vorne hin breiter wird, statt schmaler. Das verleiht ihr zwar eine weniger schnittige Optik, aber dafür vermittelt die Optik, dass das Teil ordentlich Power unter der Haube hat.

Tatula SV TW

Mega auffallend ist natürlich das T-Wing System. Diese Art der Schnurführung unterscheidet die Tatula deutlich von Mitbewerbern anderen Hersteller. Von daher kommt auf das TW im Namen.

Ein weiteres Merkmal, das sofort ins Auge sticht, ist die relativ flache und leichte SV Spule. Mit ca. 14 g ist sie nicht übertrieben leicht, aber liegt sehr gut im Rennen.

Tatula SV TW

Auffallend sind auch die sehr großen Knobs mit dem eingearbeiteten Daiwa Logo. Sie greifen sich sehr gut und scheinen auch absolut rutschfest zu sein. Durch das geschwungene Handle liegen die Knobs übrigens sehr nahe an der Rolle, was ein sehr kompaktes Gefühl vermittelt.

Der Zaion Drag Star ist auf jeden Fall groß genug und kann auch in der Hitze des Gefechts ganz sicher problemlos bedient werden. Bei jedem Verstellen gibt es einen gut hörbaren Klick, so weiß man immer was man gerade gemacht hat und wie viele Klicks man verstellt hat.

Tatula SV TW

Noch anzumerken ist, dass das Wahlrädchen für die Bremseinstellungen tatsächlich etwas weit heraussteht. Wobei ich es auf den ersten Griff nicht so unangenehm empfinde wie ich es auf YouTube schon gehört habe. Durch die etwas weiter heraus stehende Positionierung finde ich die Bedienung feiner als bei anderen Baitcastern, die ich besitze. Das Wahlrädchen lässt sich von 0 bis 20 verstellen. Auch hier ist ein deutliches Klicken zu hören, was mir sehr gefällt.

Tatula SV TW

Die Spooltension ist fest genug um nichts unabsichtlich zu verstellen, aber leichtgängig genug um angenehm zu sein. Die Daumentaste bietet einen angenehmen Widerstand und sowohl beim Ausrasten als auch beim Einrasten macht sie einen lauten und solide klingenden “Klack”. Ich freue mich schon auf das Testen am Wasser.

Tatula SV TW

Datenblatt: Daiwa Tatula SV TW

Schnureinzug:83 cm bzw. 74 cm
Übersetzung:8.1 : 1 und 7.3 : 1
Wurfgewicht:5 bis 80+ g
Kugellager: 7 + 1
Body:HARDBODYZ®
Spule: SV Spool
Spulengewicht: 14 g
Getriebe: DIGIGEAR® II Getriebe
Gewicht:ca. 205 g
Schnurfassung:ca. 90 m / 0,31 mm

Die Tatula SV TW am Wasser

Was sofort auffällt ist, wie butterweich die SV TW Version der Tatula wirft. Ich musste extra bewusst noch ein paar Mal ganz aufmerksam werfen um das federleichte Wurfgefühl voll zu genießen. Darin unterscheidet sie ich deutlich von anderen Rollen. Das Einkurbeln von Köder und Schnur ist auch angenehm rund. Aber verglichen mit anderen Baitcastern nicht so herausragend wie die das Wurfgefühl, das über jede Kritik erhaben ist.

Recht schnell hat sich herausgestellt, dass man 5 g ohne Probleme auf anständige Weiten bringen kann. Mit etwas Übung und dem richtigen Stock kann man aber auch die 3,5 g eines Sakura Notobugs ziemlich gut werfen. Für Anfänger ist das aber sicher nicht das empfehlenswerte Wurfgewicht. Auch sehr enthusiastische und geübte Freunde des Baitcastens werden dafür wohl noch ein feineres Röllchen am Start haben, aber zur Not gehen 3,5 g bei Windstille noch ziemlich gut.

Das T-Wing System scheint super zu funktionieren, da ich schon das Gefühl habe, dass beim Wurf weniger Reibung zu bemerken ist. Das kommt daher, dass die Schnur nie in einem wirklich krassen Winkel durch den sehr breiten T-Wing muss. Sobald das System aber nach dem Wurf wieder hoch klappt ist alles perfekt geführt und die Schnurverlegung ist sauber.

Tatula SV TW

Was mir leider überhaupt nicht gefällt sind die Knobs. Das liegt aber nicht an der Größe oder am Material oder an eine miesen Verarbeitung, es liegt ganz einfach an dem eingearbeiteten Daiwa Logo. Besonders wenn man nasse und von Bass Mäulern etwas beanspruchte Daumen hat, fühlen sich die Vertiefungen echt komisch an. Zumindest ich hatte immer das Gefühl eine Blase zu haben und musste immer wieder nachsehen, nur um festzustellen, dass da nichts war. Einfach und ohne Logo wäre hier, meiner Meinung nach, angenehmer gewesen.

Tatula SV TW

Aber abgesehen von der eben angesprochenen Kleinigkeit mit den Knobs finde ich die Daiwa Tatula SV TW echt Hammer gut. Ich bin immer noch total verliebt in die extrem smoothen Würfe mit dem sehr gutmütigen Magforce-Z Bremssystem.

Tatula SV TW

Manchmal liest man etwas von “over braked” aber davon konnte ich nichts feststellen. Ich empfinde es als sehr angenehm die Spule so gebremst zu haben, dass sie gerade nicht mehr hin und her wackelt und das Wahlrädchen für das Magforce-Z System auf drei zu stellen. Damit komme ich in den allermeisten Situationen mehr als gut klar.

Tatula SV TW

Beurteilung: Daiwa Tatula SV TW

Konstruktion/Qualität

Es gibt keine sichtbaren oder spürbaren Mängel an der Rolle; 8

Performance

Besonders die Würfe sind extrem weich und angenehm;
Das Kurbeln ist sehr gut, aber nicht so überirdisch gut wie das Wurfgefühl;
9

Preis

Für diesen Preis kann man sich nicht mehr Baitcaster erwarten; 9

Features

Das T-Wing System ist in der Praxis super;
Das Magforce-Z Bremssystem gefällt mir außerordentlich gut;
9,5

Design/Haptik

Das Logo auf den Knobs hätte meiner Meinung nach nicht sein müssen, da es sich nicht mega gut anfühlt;
Die Baitcaster lässt sich super palmen und liegt angenehm in der Hand;
8

Erreichter Durchschnitt:

8,7

1 = furchtbar; 2 = schlecht; 3 = verbesserungswürdig; 4 = unterdurchschnittlich; 5 = durchschnittlich; 6 = okay; 7 = gut; 8 = sehr gut; 9 = exzellent; 10 = unerreicht gut

Mein Fazit zur Tatula SV TW

Ich bereue es auf keinen Fall mir die Rolle gekauft zu haben, ganz im Gegenteil. Von der Smoothness und dem Bremssystem war ich so angetan, dass ich mich gleich die neue Alphas CT SV in Japan bestellt habe. Die von mir getestete Tatula SV TW ist auf jeden Fall für Anfänger, aber auch für fortgeschrittene aber preisbewusste Freunde der gepflegten Baitcasterei zu empfehlen. Wer sich nicht auf Daiwa Deutschland beschränken möchte, kann übrigens auch noch eine 6.3 : 1 Übersetzung importieren, falls die anderen beiden zu schnell sind.


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2 Kommentare

  1. Mattes

    Super Artikel, wie immer .
    Welche Schnurr fischt du da?

    Antworten
    1. Lui Summer (Beitrag Autor)

      Vielen Dank für das Lob. Auf den Fotos ist eine Spider Wire Stealth in rot, die ist ganz okay. Grau kann ich nicht empfehlen!

      Antworten

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