[Werbung] Der Megabass i-SLIDE 265 R ist ein richtig großer Swimbait den ich mir nach meinen Erfahrungen mit dem kleineren Swimbait von Megabass einfach holen musste. Wer sich mit dem Raubfischangeln befasst ist ganz bestimmt schon auf Megabass Hardbaits aufmerksam geworden. Was genau den i-SLIDE 265 R besonders macht erfährst du in diesem Artikel.
Man könnte meinen es handelt sich beim Megabass i-SLIDE 265 R exakt um den gleichen Swimbait wie beim Megabass i-SLIDE 187 R, nur eben ein bisschen größer. Das ist aber nur teilweise richtig. Abgesehen davon, dass der 265er tatsächlich in einer komplett anderen Liga spielt, hat er auch Features bekommen die dem kleineren 187er fehlen.
Inhaltsverzeichnis
Optik des Megabass i-SLIDE 265 R
Der Megabass i-SLIDE 265 R ist schon ein ganz ordentlicher Brocken wenn man die Standard Swimbaits um die 18 cm gewohnt ist. Die Dimensionen sind hier einfach eine komplett andere Liga. Ansonsten unterscheidet sich der der 265 R optisch quasi nicht vom i-SLIDE 187 R. Das Gesamtprofil erinnert sehr an eine Forelle oder einen Döbel.

Auf dem Rücken trägt der i-SLIDE die Unterschrift des Megabass Designers Yuki Ito, der auch bei diesem Köder mehr als nur seine Signatur beigesteuert hat.

Wie auch schon beim kleineren Bruder dieses Swimbaits ist das Gesicht super liebevoll ausgearbeitet. Es sind extrem viele Details in den Kiemendeckeln und um das Maul herum zu entdecken. Auch die genervt nach unten gerichteten 3D Augen sind ein bekanntes Megabass Feature.

Auf den Flanken findet man ein eingearbeitetes Schuppenmuster, das den Swimbait schön anzusehen macht. Die Flanken sind leicht abgerundet, aber nicht zu stark. Auch die Übergänge zum Rücken und zum Bauch hin sind weder zu abrupt noch unnötig in die Länge gezogen. Es sieht einfach alles sehr natürlich aus und erinnert stark an einen tatsächlichen Fisch. Die sanften Übergänge machen übrigens auch etwas mit der Aktion des Swimbaits, aber auf diese gehen wir später noch genauer ein.

Optisch sehr dominant ist die massive Schwanzflosse vom i-SLIDE 265 R. Sie hat die selbe Form die wir schon von der kleineren Version her kennen. Aber wie auch der komplette Köder an sich, sind die Dimensionen einfach schon einen enorme Steigerung. Für die Hübsche Optik würde übrigens auch daran gedacht Flossenstrahlen einzuarbeiten.

Die Haken vom Megabass i-Slide 265 R sind schön scharf und von der Größe her meiner Meinung nach passend gewählt. Was ich ein bisschen schade finde ist diese Salzwasser Optik die ich kaum aushalten kann. Ich bin da immer noch auf der Suche nach einem guten Ersatz in einer passenden Größe. Alle meine vorrätigen Haken waren leider zu klein.
Aber wie gesagt, es handelt sich um ein rein optisches Problem, das zudem nur in meinem Kopf besteht. Es gibt ganz sicher genug Leute die diese Haken lieben. Also abgesehen vom persönlichen Geschmack habe ich auch hier beim ersten Eindruck absolut nichts auszusetzen.

Auf dem Foto oben siehst du das Spiel im Gelenk des großen Megabass Swimbaits. Ich würde sagen ist es irgendwo im Mittelfeld angesiedelt, aber lehnt deutlich in Richtung enges Spiel. Das spricht für eine weites Gleiten das so in Richtung eines Deps 250 gehen dürfte, wenn sich meine Erwartungen erfüllen.

Alles in Allem finde ich den Megabass i-SLIDE 265 R sehr gelungen. Ich finde es auch schön, dass sie nicht nur den kleineren Bait vergrößert haben, sondern ihm auch noch ein zusätzliches Feature verpasst haben. Dieses Feature unterscheidet ihn nicht nur vom kleineren Bruder, sondern auch von der direkten Konkurrenz wie dem bereits erwähnten Deps 250, dem Gan Craft Jointed Claw 230 und dem Baitsanity Explorer.
Features des Megabass i-SLIDE 265 R
Der Megabass i-SLIDE 265 R hat eine abnehmbare Schwanzflosse. Diese sitzt sicher in einer gut angepassten T-förmigen Aussparung. Ich finde dort sitzt sie angenehm fest, was auch das Risiko minimiert tatsächlich eine Schwanzflosse zu verlieren. Obwohl das Verlieren von Schwanzflossen ein Problem ist das die meisten Hersteller mittlerweile super in den Griff bekommen habe, wäre eine zweite Schwanzflosse in der Packung eine nette Geste von Megabass gewesen. Die paar Cent sollten meiner Meinung nach drin sein, auch wenn es nur darum geht die möglichen Befürchtungen der Kunden zu zerstreuen.

Was ich auch noch cool gefunden hätte, wäre wenn die Flosse eine Markierung hat wo oben und wo unten ist, weil ich das ständig vergessen und dann auf einem Foto nachschauen muss. Ich montiere die Schwanzflossen nämlich fast immer ab für den Transport, damit sie schön gerade bleiben und meine Swimbaits optimal funktionieren.
Sollte der Schwanz doch einmal eher stark verformt sein, stellt Megabass eine Anleitung zur Verfügung wie vorgegangen werden sollte.

Was den großen i-Slide von der kleineren Version unterscheidet ist auch die unterschiedliche Befestigung der Haken. Ich weiß zwar nicht warum sie es so krass versteckt haben, aber auch wenn es optisch nicht auf den erste Blick zu erkenne ist, sind die Haken an einem Wirbel angebracht.

Sowohl der Schwanzdrilling als auch der Bauchdrilling können sich komplett um 360° drehen. Dadurch ist es weniger wahrscheinlich, dass ein Fisch im Drill den Köder abschütteln kann, weil er das doch recht massive Gewicht nicht als Hebel verwenden kann.
Der Megabass i-SLIDE 265 R am Wasser
Wie bereits erwähnt habe ich den Megabass i-SLIDE 265 R in meinem Kopf immer mit den zwei bereits bekannten Standards verglichen. Ganz klar, der Deps 250 ist der Standard an dem sich alle messen müssen und der Baitsanity Explorer ist der Deps 250 des armen Mannes, also auch direkte Konkurrenz. Bei der Größe, dem Gewicht und den Flugeigenschaften schenken sie sich alle nicht viel. Wobei ich den Megabass als den insgesamt wuchtigsten empfinde, was je nach Situation sowohl ein Vorteil als auch ein Nachteil sein kann. Die Präsenz um auf sich aufmerksam zu machen und Fische von weit her neugierig zu machen hat er auf jeden Fall.
Die Flugeigenschaften sind, für einen Glidebait in dieser Größenordnung voll okay. Er tendiert leicht zum helikoptern, aber man kann das gut handeln. Natürlich lässt er sich nicht so leicht punktgenau platzieren wie ein kompakter Rubber Jig, aber die Präzession reicht gut aus um auch nahe an Hindernisse heranzuwerfen. Im Wasser wird er bei den allermeisten Anglern in Mitteleuropa, wegen den hechtsicheren Vorfächern, in einer leichten Nose Down Position schwimmen.

Vom Schwimmverhalten her hat er durch seine Masse und sein Design besondere Eigenschaften. Mit einem gemütlichen Straight Retrieve bekommt man eine sehr gemächliche nicht zu weite und super natürliche Schwimmbewegung zu sehen. Dabei erinnert der Köder gerade in dem von mir gewählten Dekor sehr stark an eine Seeforelle oder einen Döbel.
Wenn man will kann man den Megabass i-SLIDE 265 R aber auch extrem ausladend führen. Durch seine Masse hat er ordentlich Bewegungspotential nach rechts und nach links. Dabei hat es sich für mich bewährt den dicken Swimbait über die Rolle zu führen. Die Kurbelbewegungen starten dabei langsam und werden dann gegen Schluss hin deutlich schneller, nur um dann abrupt zu stoppen. So gleitet der große i-SLIDE 265 R an der lockeren Schnur schön weit nach links und nach rechts.

Die Weite des Gleitens muss ich nicht vor dem Platzhirsch, dem Deps 250, verstecken. Die Masse hilft einfach den Köder weit gleiten zu lassen. Bei dieser Art der Führung sieht man ein deutliches Flanken, das stärker wird, je aggressiver man den Swimbait führt. Von der Aggressivität her ist auch die Geräuschkulisse des Megabass i-SLIDE 265 R nicht so gedämpft wie die des Deps 250, weil keine Silikonhaut vorhanden ist. Das macht, dass die beiden Körperhälften immer wieder aufeinander klackern und so für eine gewisse Akustik sorgen.
Während der Animation bleibt der Swimbait sehr nahe an der Oberfläche und taucht in Pausen auch sehr zügig wieder auf. Will man ein bisschen weiter nach unten empfiehlt es sich ein paar Klebegewichte anzubringen, da diese den Lauf nicht so stark beeinflussen wie es die Gewichte zum Einhängen tun. Und ganz ehrlich, man braucht ja auch nicht viel Gewicht um einen Suspender oder sogar einen Sinker zu bekommen.

Die richtige Position ist ganz schnell gefunden, wenn man den Köder gegen das Licht hält und die Klebegewichte unterhalb der ab Werk vorhandenen Gewichte aufklebt. Durch eine entsprechende Gewichtsverteilung kann man dann auch entscheiden ob der Köder horizontal, in einer Nose Down Position oder einer Nose Up Position im Wasser stehen soll. Wenn man ihn vorne ein bisschen schwerer macht und die Nase so nach unten richtet, kommt er auch mehr auf Tiefe.
Die Weite des Gleitens und die Natürlichkeit des Megabass i-SLIDE 265 R wird natürlich auch von der Schnur beeinflusst. Ganz prinzipiell sollte man sagen, dass man immer verantwortungsvoll bleiben muss mit der Tragkraft. Dennoch muss auch gesagt werden, je dünner man die Schnur wählt, desto weiter und natürlicher gleitet der schicke Megabass Swimbait.
Megabass i-SLIDE 265 R Tackle Anforderungen
Man kann den sehr massiven Megabass i-v 265 R schon mit einer Rute mit einem Wurfgewicht bis 200 g werfen, aber Spaß macht das nicht wirklich. Im Vergleich zum Deps 250 braucht er noch eine Stufe stabileres Gerät um richtig Freude zu machen.

Ich empfehle für den 265er eine nicht zu kurze Swimbait Rute mit einem Wurfgewicht bis 300 g zu verwenden. Meine Wahl ist dabei auf eine 13 Fishing Gate Keeper mit 100 bis 300 g Wurfgewicht gefallen. Als Rolle empfinde ich die Shimano Tranx B in der 300er Größe als angenehm. Um den Köder sicher anzuleinen verwende ich eine Sufix Advance Mono mit 25 lb Tragkraft.
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Mein Fazit zum Megabass i-SLIDE 265 R
Der Megabass i-SLIDE 265 R ist ein echt durchdachter Glidebait der sich vor den altbekannten Platzhirschen nicht verstecken muss. Das die Haken rotieren macht ihn in diesem Punkt sogar vielen Swimbaits dieser Größenklasse in diesem Punkt überlegen. Der einzige Nachteil an diesem Swimbait ist, dass er schon sehr spezielles Gerät erfordert und sich nicht mit den Ruten angeln lässt die sowieso jeder zuhause hat. Die Weite der Glides ist mega und man kann wirklich Spaß haben mit diesem dicken JDM Swimbait.
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