Fish Arrow Heavy Poop

[Werbung] Der Fish Arrow Heavy Poop hat nicht nur einen der wohl seltsamsten Namen seit dem TRD von einer bekannten US Softbait Firma. Natürlich kann der erste Schein trügen und ein Köder kann deutlich besser oder schlechter sein als er aussieht. Das zweite ist beim Heavy Poop, der auch ein bisschen nach „der Name ist Programm“ aussieht, wohl nur schwer möglich. Also habe ich den Köder bestellt und gehofft, dass er deutlich besser ist als der erste Blick vermuten lässt!

Fish Arrow ist eigentlich für sehr solide Entwicklungen bekannt, deshalb musste ich den Köder einfach haben. Wer nie etwas ausprobiert kann auch nie etwas besonderes entdecken. Also, wer wagt gewinnt! Da der Köder von Guides am berühmten Lake Biwa in Japan entwickelt wurde hält sich das Risiko ja auch ein bisschen in Grenzen. Außerdem behaupten böse Zungen, dass es eine auffallende Ähnlichkeit zum Deps Cover Scat gibt.

Optik des Fish Arrow Heavy Poop

Der Heavy Poop sieht auf die Schnelle tatsächlich ein bisschen nach einen Häufchen aus. Für den einen oder anderen mag aber auch die Krebsimitation auf den ersten Blick erkennbar sein. Ich habe dafür ein kleines bisschen gebraucht, aber dann ging es.

Der Fish Arrow Heavy Poop sieht aus wie ein Krebs der sich gerade mit einem schnellen Schwanzschlag vor einer Gefahr in Sicherheit bringt. Dabei legen die Krebse die Scheren genauso an wie das beim Heavy Poop aussieht, um schneller und weiter durch das Wasser zu schießen. Das besondere dabei ist, dass die Machart des Gummikrebses im Grunde eher an einen Senko erinnert als an den Großteil der anderen Gummikrebse.

Die Scheren und alles sind fix in einem Block gegossen ohne irgendwelchen Spielraum für Bewegungen und Mikrovibrationen und all die anderen Dinge die bei den meisten Krebsen angepriesen werden. Da muss man sich dann schon fragen was Fish Arrow mit so einem Design bezweckt!

Es sind aber kleine Details wie ein mit kleinen Vertiefungen übersäter Körper und Augen vorhanden die dem Heavy Poop einen Hauch von Realismus verleihen. Außerdem ist am Rücken eine Reihe von winzigen Buckeln angebracht die dir helfen den Köder gerade zu riggen. Wenn du es ganz genau erwischst kannst du auch die Hakenspitze vom Offset Haken in einem der kleinen Knubbel verstecken.

Am Bauch des Köder ist ein Schlitz zu finden. Dieser Schlitz macht es möglich, dass der Offset Haken schon weit austreten kann bei einem Biss. Der Hakenbogen verschwindet im Schlitz und außerdem muss nicht ganz so viel Material durchdrungen werden, was schließlich auch Kraft benötigt. Alles in allem finde ich den Fish Arrow Heavy Poop bei genauerer Betrachtung eigentlich überhaupt nicht mehr hässlich. Das Design gefällt mir besser je länger ich es studiere.

Die extreme Gummimischung

Tackle Warehouse und ein paar andere Shops die nicht aus Japan kommen geben auf ihren Webseiten an, dass der Fish Arrow Heavy Poop aromatisiert ist. Das kann ich allerdings mit meiner Nase nicht bestätigen. Außerdem steht das weder auf der Verpackung noch wird es in den japanischen Shops – bei denen ich nachgesehen habe – so angegeben. Ich bin mir sicher, dass das nicht nur am meiner Nase liegt. Wäre der Köder aromatisiert, dann würde das auch in Japan so beworben werden, da das immer wieder ein gutes Verkaufsargument ist.

Eines kann aber mit Sicherheit gesagt werden, der Salzgehalt ist enorm! Der Fish Arrow Heavy Poop ist nämlich deshalb so heavy weil die Gummimischung zu 30 Prozent aus Salz besteht. Damit kommt der kleine Heavy Poop mit 3 Inch Länge auf ganze 11 Gramm Gewicht. Der große Bruder mit 3.6 Inch bringt sogar 18 g auf die Waage. Somit kann durchaus behauptet werden, dass zumindest das „Heavy“ im Namen tatsächlich Programm ist.

Der Fish Arrow Heavy Poop am Wasser

Zum Werfen ist der Heavy Poop ein absoluter Trau. Selbst bei sehr ungünstigen Verhältnissen kommt man mit den sehr kompakten und extrem schweren Köder sehr weit hinaus. Außerdem ist das Flugverhalten auch sehr stabil und berechenbar, punktgenaue Würfe sind mit diesem Köder ein Kinderspiel. Besonders mit der Baitcaster ist es eine riesen Freude das Ding in der Gegend herum zu werfen. Mit einem großen Heavy Poop kommst du fast bis an den Horizont.

Was mich sehr erstaunt hat ist wie haltbar der Fish Arrow Heavy Poop trotz seines enormen Salzgehaltes ist. Stark gesalzene Köder tendieren dazu schneller kaputt zu gehen, da das Salz den Köder instabil macht. Zum einen verbindet sich das Salz nicht wirklich mit dem Gummi und zum anderen werden mit der Zeit Kristalle ausgewaschen, was den Köder poröser macht. Wie auch immer Fish Arrow das gemacht hat, der Köder hält in den allermeisten Fällen einige Fische aus und das freut mich sehr.

Riggen des Fish Arrow Heavy Poop

Ganz prinzipiell gibt es für mich persönlich nur eine Art den Heavy Poop zu riggen. Ich verwende ihn ganz simpel und ohne zusätzliche Beschwerung an einem dickbauchigen Offset Haken. Du musst den Krebs nur ganz normal, beginnend am Schwanzende, aufziehen und schon kannst du loslegen.

Der Offset Haken bringt so gut wie keine Fehlbisse, da die Fische den Köder mit viel Vertrauen nehmen. Ein Probebiss ohne anschließende Köderaufnahme ist fast nie vorgekommen. Wenn ich einen Biss gespürt habe, habe ich einfach die Rute gesenkt und kurz gewartet bis die Schnur sich langsam zu spannen beginnt und habe dann ordentlich angehauen.

Führung des Heavy Poop

Es gibt quasi nichts einfacheres als die Führung vom Heavy Poop. Du wirst den Köder einfach aus und lässt ihn dann bis zum Grund durchsacken. Das durchsacken lassen geschieht idealerweise an der lockeren Schnur, damit der Köder während der Sinkphase nicht näher ans Ufer kommt.

Sobald der Köder abgesunken ist ziehst du ihn über die Rutenspitze gaaaaaaanz langsam zu dir her. Dabei sollte man auch gelegentliche Pausen nicht vergessen in denen der Heavy Poop überhaupt nichts macht. Wenn du ganz wild bist kannst du kleinen Popps einbauen, damit sollest du es aber in den meisten Fällen nicht übertreiben. Nach dem anzupfen des Köders sinkt er mit einer leicht wobbelnden Bewegung zum Grund. Die seitlich flachen Scheren und der Kiel, der durch den Haken gebildet wird, sorgen dafür, dass der Heavy Poop nicht zu rotieren beginnt.

Die allermeisten Bisse habe ich bekommen wenn ich den Heavy Poop so langsam geschleift habe, dass es mir schon fast weh getan hat. Wenn du meinst du bist ganz sicher schon zu langsam solltest du noch ein Stück runterschalten und dann müsstest du richtig liegen. Da der Haken sehr gut im Köder versteckt ist musst du dir über Hänger recht wenig Gedanken machen. Bei mir gab es keine Probleme mit Hängern, weder im Gras noch im Holz und auch nicht in Steinen.

Fish Arrow Heavy Poop bestellen (JDM): amzn.to/3TDbeu8

Mein Fazit zum Fish Arrow Heavy Poop

Wenn du etwas spezielleren Ködern wie dem Heavy Poop keine Chance gibst, dann nimmst du dir selbst die Chance auf viel spannende Erfahrungen. Besonders dort wo es gefährlich ist zwischen Steinen festzuklemmen lässt sich mit dem Heavy Poop auch Geld sparen, da es so gut wie keine Hänger gibt in solchem Terrain. Fish Arrow hat mit dem Heavy Poop einen Köder entworfen der sich er nicht für jeden Angler und jede Situation gemacht ist, der aber eine Menge Spaß bringt wenn die Umstände passen. Ich habe schon nachbestellt!


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