[Werbung] Der Kaesu Ranka ist ein Spinnerbait mit einem ganz besonderen Konzept. Wie das so ist mit sehr speziellen Konzepten ist die Frage wie sie in der Praxis funktionieren. Um herauszufinden ob die Umsetzung so gut ist wie der Gedanke dahinter, musste ich mir den Spinnerbait besorgen und ihn ausgiebig testen. Was genau den Ranka von Kaesu so besonders macht erfährst du in diesem Testbericht.
Das Grundkonzept vom Spinnerbait ist ja mittlerweile wirklich nichts neues mehr. Ein Drahtbügel, mit einen Gewicht und einem Haken mit Fransen und am anderen Ende ein oder zwei Spinnerblätter, mehr ist es in der Regel nicht. Ich dachte ehrlich gesagt nicht, dass da noch wirklich viel Luft nach oben ist. Aber wie schon beim KRK hat mir Kaesu demonstriert das ich falsch liege mit meiner Meinung und das freut mich.
Optik des Kaesu Ranka
Wenn man den Kaesu Ranka kauft, ist der erste Eindruck von einer sehr technisch wirkenden Verpackung dominiert. Es ist ziemlich viel Information auf beiden Seiten des Kartons enthalten, die es aber auch braucht, wenn man sich mit diesem Spinnerbait noch nicht auskennt. Was uns später noch viel beschäftigen wird sind die beiden Aufschriften „Ranka Multi Roll Spinnerbait“ und „Knocking Blade System“.

Auf dem Karton ist übrigens alles so fixiert das man wirklich nichts verlieren kann und der Spinnerbait auch im Regal immer perfekt in der Verpackung liegt. Das ist, meiner Meinung nach, für den Laden und für den Kunden ein Vorteil.
Optisch auffällig sind die roten Schläuche, aber auf die werden wir später noch genauer eingehen, weil sie eines der Hauptfeatures sind. Man sieht sehr schön, dass auch bei diesem JDM Köder wieder sehr viel Augenmerk auf eine schöne Optik gelegt wurde. Die Japaner verlassen sich nicht darauf nur ein hochfunktionelles Produkt abzuliefern bei dem die Optik egal ist, sondern es muss einfach beides perfekt sein, die Optik und die Funktion.

Der Kopf des Kaesu Ranka hat nicht nur aufgemalte Design Elemente, sondern die Partie um die Augen und die Kiemendeckel sind in der Gussform für den Kopf enthalten. Auch die Augen sind eingeklebte 3D Augen und nicht nur ein bisschen Farbe. Selbst auf den beiden Spinnerblättern ist nicht nur eine Verzierung eingearbeitet die an Fischschuppen erinnert. Es wurde auch an einen Kaesu Schriftzug gedacht und es ist auch eine genaue Bezeichnung eingeprägt.

Der Baitholder des Kaesu Ranka macht auch einen super Eindruck. Er ist nicht zu klein geraten, aber durchaus groß genug um den gewünschten Trailer sicher zu halten. Dennoch trägt er nicht so stark auf das schlankere Trailer einreißen könnten und dann schon beim Aufziehen beschädigt werden.
Neben der gewissenhaften Verarbeitung glänzt der JDM Spinnerbait mit dem breiten Einsatzgebiet auch durch eine beigelegte Erklärung die alle Features verdeutlicht. Da die Anleitung auf japanisch geschrieben ist, hilft es beim seinem Handy den Google Übersetzer mit der Kamera Funktion zu verwenden, so kann man sie ohne Probleme lesen. Oder du liest einfach den Artikel weiter, dann bist du auch super informiert.

Auf die einzelnen Features des Kaesu Ranka werden wir aber jetzt sowieso gemeinsam genauer eingehen. Ich finde es nämlich schon faszinierend was man aus einem Spinnerbait herausholen kann.
Features des Kaesu Ranka
Der Kaesu Ranka hat etliche Features und die für mich relevanten technischen Details gehe ich jetzt mir dir durch, damit du dir ein gutes Bild von diesem doch sehr besonderen Spinnerbait machen kannst.
Öhr mit Schlauch
Das erste, vermutlich besonders für Mitteleuropäer wichtige, Feature ist der rote Gummischlauch an der geschlossenen Befestigungsöse des Spinnerbaits. In Asien und den USA wird quasi immer direkt an die Fluorocarbon Hauptschnur angeknotet und darum haben viele Spinnerbaits ein offenes Öhr, beim Ranka ist das anders. Erstens ist es geschlossen und zweitens mit einem Gummischlauch versehen.
Der Gummischlauch verhindert beim direkten Anknoten das einklemmen das FC an der Stelle wo sich die Wickelung des Drahtes befindet oder das sich diese Stelle öffnet. Das ist zwar beides extrem unwahrscheinlich, aber man sie daran wie durchdacht das Teil ist.

Für einen Mitteleuropäer mit einem Stahlvorfach, der den Spinnerbait in einen Snap einhängt, hat es aber noch einen viel größeren Vorteil. Das geschlossene Öhr verhindert das der Spinnerbait verrutscht im Snap. Bei Spinnerbaits mit offenem Öhr kommt es immer wieder vor das sie verrutschen beim Auftreffen aus das Wasser oder beim Freischlagen aus dem Kraut und somit nicht mehr sauber laufen. Der Spinnerbait muss nämlich mittig mit der Schnur verbunden sein und der Ranka garantiert das mit seinem geschlossenen Öhr. Mit dem Kaesu Ranka hast du garantiert immer einen perfekt eingehängten Spinnerbait.
Weight Hanger & Tungsten Weight
Am Kinn des JDM Spinnerbaits befindet sich einen kleine Öse. Diese Öse ist dafür designt ein zusätzliches Gewicht anbringen zu können. Durch die Position der Öse verändert man den Schwerpunkt auch nicht suboptimal, wie das durchaus passieren kann wenn man einfach ganz Freistil noch mehr Gewicht in den Snap de Vorfaches hängt.

Was ich beim Kaesu Ranka extrem sympathisch finde ist das beigelegt Tungsten Gewicht. Mit diesem Gewicht lässt sich der Spinnerbait von 3/8 Unzen (ca. 10,5 g) auf 1/2 Unze (ca. 14 g) hochmästen was schon einen deutlichen Unterschied im Sinkverhalten und in der Führungstiefe macht. Sinkverhalten und Führungstiefe lassen sich übrigens auch zusätzlich noch sehr stark durch den gewählten Trailer beeinflussen.

Da das Gewicht beigelegt ist, muss man nicht extra noch etwas besorgen vor man das volle Potential vom Ranka ausnutzen kann. Es gibt auch andere Spinnerbaits die die Möglichkeit bieten ein Gewicht einzuhängen, aber ich persönlich kenne keinen bei dem ein passendes Tungsten Gewicht im Lieferumfang enthalten ist. Somit wird hier nicht nur die theoretische Möglichkeit angeboten, sondern es wird auch sofort die praktische Anwendung ermöglicht. Falls du das Gewicht nicht für den Spinnerbait verwenden möchtest, kannst du damit Swimbaits tiefer laufen oder ein Jika Rig basteln.
Knocking Blade System
Zusätzlich zum veränderbaren Gewicht kann man auch die Position der Spinnerblätter und somit das komplette Laufverhalten des Köders ändern. Zu diesem Zweck befindet sich ein zweiter roter Gummischlauch zwischen den beiden Blättern auf dem Arm des Spinnerbaits.
Mit diesem Schlauch kann man den Abstand zwischen den beiden Spinnerblättern einstellen und somit auch den Lauf des Spinnerbaits so einstellen wie man möchte. Kaesu nennt den roten Schlauch „Spacer Tube“. Es gibt den „Off Modus“ und den „On Modus“. Zum verstellen braucht es kein Werkzeug, die Finger reichen völlig aus.

Der Off Modus ist wenn man den roten Spacer Tube zum Öhr des Spinnerbaits hin verschiebt. Dann sind die beiden Spinnerblätter so weit voneinander getrennt, dass sie sich nicht mehr berühren können. In diesem Fall funktioniert der Kaesu Ranka wie ein ganz normaler Spinnerbait. Der Lauf ist sehr gleichmäßig und stabil. Nur wenn man einen Ast, einen Stein oder ein anderes Hindernis touchiert prallt der Spinnerbait ab und er ändert Plötzlich die Richtung und die Geschwindigkeit. Oft liefert genau so ein Kontakt mit einem Hindernis den Impuls für den Biss eines Verfolgers.
Will man den On Modus aktivieren schiebt man den Spacer Tube möglichst weit zum größeren Spinnerblatt hin. Jetzt sind die beiden Spinnerblätter so nahe aneinander das sie sich gegenseitig berühren können. Aus diesem Grund kommen sich die beiden Blätter immer wieder in die Quere und stoppen oder beschleunigen sich gegenseitig. So wird der Lauf des gesamten Spinnerbaits in diesen Momenten genauso unruhig wie wenn er gegen ein Hindernis prallt.

Man kann also quasi im Freiwasser genau die Situation simulieren die in der Nähe von Hindernissen oft den Biss auslöst. Somit ist der Ranka auch zum Absuchen von großen Freiwasserbereichen wie gemacht.
Varianten des Kaesu Ranka
Aktuell gibt es nur eine Größe vom Ranka die von Hechten über Bass bis hin zu großen Flussbarschen für alles geeignet ist. Das Gewicht lässt sich mit Hilfe der Öse am Kinn beliebig verändern und somit ist es auch überflüssig verschiedene Kopfgewichte anzubieten.
Der Kaesu Ranka am Wasser
Ich habe mittlerweile viel Zeit mit dem Kaesu Ranka am Wasser verbracht. Dabei habe ich ihn aber eigentlich fast nur zum Testen im Off Modus geangelt. In den allermeisten Fällen war er im On Modus mit dem aktivierten Knocking Blade System, weil es einfach zu viel Spaß macht, auch wenn es nicht ganz nervenschonend ist.
Man spürt das nämlich richtig wenn sich die Spinnerblätter gegenseitig im Weg sind und sie einen Kontakt mit einem Hinderniss simulieren. Am Anfang konnte ich das sogar kaum von einem Fehlbiss unterscheiden und meine Nerven waren ständig auf Alarm. Mit der Zeit lernt man aber den Unterschied und es ist einfach nur ein cooles Gefühl genau zu spüren wie sich die Blätter unter Wasser gegenseitig verprügeln und für einen sehr unberechenbaren, offensichtlich sehr attraktiven Lauf sorgen.

Wenn sich die Spinnerblätter ständig gegenseitig schlagen kann es übrigens auch dazu kommen das Spuren davon zu sehen sind. Meine Ranka Blätter sehen an der Oberfläche mittlerweile leicht matt und richtig rau aus. Aber in den vielen Vertiefungen des Schuppenmusters ist der Chrom noch perfekt und sorgt somit auch für die gewohnten Lichtblitze die einen Spinnerbait zusätzlich anziehend machen.
Dank der perfekt angebrachten Spinnerblätter die super beweglich gelagert sind braucht es wirklich nicht viel Zug für einen attraktiven Lauf. Das man einen Spinnerbait langsam und schnell führen kann ist für die unterschiedlichen Launen der Fische nützlich, aber auch um unterschiedliche Wassertiefen zu beangeln. Ohne Zusatzgewicht und mit einem breiten Trailer ist extremes Schneckentempo und eine sehr flache Führung möglich. Wählt man ein Zusatzgewicht und einen schlanken Trailer kann man deutlich mehr Geschwindigkeit ins Spiel bringen oder entsprechend tiefer angeln mit dem Kaesu Ranka.

Ich verwende gerne Trailer in Fischform mit Paddelschwanz und habe mich da auf zwei Modelle eingeschossen. Als schlanken Trailer verwende ich gerne den Rapala CrushCity The Kickman und als breiteren, etwas schwereren Trailer verwende ich gerne den Fat Swing Impact von Keitech.
Der Draht ist übrigens stabil genug, dass man ihn wieder so hinbiegen kann wie man es möchte, falls sich ein Fisch im Kescher ganz wild aufführt oder man den Lauf noch ein bisschen einstellen möchte. Ich persönlich angle den Kaesu Ranka mit einem minimal aufgebogenen Drahtbügel, aber wirklich nur einen Hauch geöffnet, weil ich finde er läuft dann noch besser.
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Mein Fazit zum Kaesu Ranka
Ich finde der Kaesu Ranka hält das was man sich mittlerweile von einem Köder dieser Brand erwartet. Er hat kleine technische Schweinereien zu bieten die ihn von der Konkurrenz abheben und die es möglich machen ihn sehr viel breitgefächerter einzusetzen als die allermeisten andern Köder dieser Art. Der Ranka hat sich aufgrund seiner Wandlungsfähigkeit und weil der sich so cool selbst schlägt – und dabei Kontakte mit Cover simuliert – in mein Herz geangelt.
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