Kuying – Thunder

Die Kuying – Thunder habe ich schon seit langer Zeit auf dem Schirm. Kuying taucht immer wieder auf. Zwar hört man hier meistens von den Ruten, aber mich hat die Baitcaster ultra interessiert. Nach einer ausgiebigen Testphase habe ich einige Stärken und Schwächen entdeckt. Welche das sind, erfährst du jetzt!Kuying - Thunder

Wie und wo ich die Kuying – Thunder herbekomme war eine langwierige Geschichte. Ich habe zuerst versucht die Firma Kuying selbst als Partner für diesen Artikel zu bekommen. Diese hat mich an den deutschen Vertrieb verwiesen.

Kuying - Thunder Kuying - ThunderIch habe versucht per FB und Mail einen Kontakt herzustellen. Leider ist das nicht gelungen. Ein “Nein, danke!” oder ein “Tut uns leid, das ist nicht im Budget!” wäre wirklich nett gewesen. Damit kann ich wirklich gut leben, es muss ja keiner mit mir arbeiten.

Da ich mir irgendwie schon zumindest eine Absage erwartet habe, habe ich – bei aller Liebe zur heimischen Wirtschaft – entschieden in Asien zu bestellen. Dort habe ich mir das Teil für etwa 56 USD bestellt, im Gegensatz zu den € 99,90 in Deutschland. Das hat den praktischen Nebeneffekt, dass man die Rolle bei Nichtgefallen ohne Verlust wieder abstoßen kann.

Aber genug gelabert und gemeckert, reden wir über die Rolle. Falls du sie danach bestellen möchtest, kannst du dich ja selbst entscheiden wo du kaufen möchtest!

Erster Eindruck der Kuying – Thunder

Gleich nach dem Auspacken habe ich, zusammen mit meinem lokalen Händler festgestellt, dass die Rolle einen leichten Hau hat. Hin und wieder ist die Schnurführung beim Kurbeln kurz links hängen geblieben. Das war zwar immer nur kurz, aber schon recht nervig.

Ich habe dann die Schnur händisch aufgespult und während einer Folge Simpsons noch ein bisschen weiter gekurbelt. Mit der Zeit hat sich das Problem dann von selbst gelegt. Offensichtlich war noch ein kleiner Grat vorhanden, der sich aber nach kurzer Zeit abgenutzt hat. Danach war es bis auf ein einziges Mal, beim ersten Angeln perfekt gelöst und nicht mehr zu spüren.

Die Kuying – Thunder läuft beim Testkurbeln ruhig und ziemlich leise. Was etwas komisch ist, sind die kleinen Knobs aus Alu. Das fühlt sich doch etwas seltsam an, im Vergleich zu den großen EVA Knobs die ich sonst gewohnt bin. Apropos Knobs, mir ist aufgefallen, dass die Knobs und anderen Roten Teile eine andere Farbe haben als das Einstellrädchen der Magnetbremse. Das ist kein Beinbruch, aber schon etwas strange.

Kuying - ThunderOptisch ist meine Kuying – Thunder komplett in rot und schwarz gehalten. Falls dir das nicht gefällt, gibt es auch noch eine Version in blau und schwarz.

Das gute Teil verfügt über eine Übersetzung von 6,5 : 1 und 12 + 1 Kugellager aus rostfreiem Stahl. Der Body der Kuying – Thunder ist aus sehr hochwertigem Plastik gefertigt. Laut Datenblatt hat die Kuying – Thunder 175 g. Möglicherweise ist das aber mit der Tiefen Spule gewogen, da meine Rolle mit der Shallow Spool laut Küchenwaage nur 172 g hat. Das würde sich auch ausgehen, da die tiefe Spule 15 g hat und die Shallow Spool nur 11 g auf die Wage bringt.

Kuying - ThunderDie tiefe Spule hat ein V-Profil und die Shallow Spool ist – wie sollte es auch anders sein – komplett flach mit einer winzigen Kerbe in der Mitte.

Kuying - ThunderUnter der Seitenabdeckung befindet sich eine Magnetbremse. Auf eine Fliehkraftbremse wurde verzichtet. Das ist aber nicht weiter tragisch, denn es gibt viele Modelle die nur eines der beiden Systeme verbaut haben. Zwei ist wirklich Luxus und ich habe lieber eines das gut funktioniert, als zwei Mittelmäßig konstruierte. Die Magnetbremse hat 10 Magnete, die die Drehung der Spule kontrollieren helfen.

Um die Seitenabdeckung abzunehmen ist es leider nötig die Führungsachse der Schnurführung aufzuschrauben. Das ist zwar nur ein Ding von Sekunden, aber mir gefällt die weit verbreitete Lösung mit dem Schnellspanner Hebel besser. Aber das ist Geschmackssache.

Falls ich es noch nicht erwähnt habe, die Kuying – Thunder passt optisch perfekt zu meiner Fox Rage – Prism Zander Cast. Ich liebe diese Kombination!

Die Kuying – Thunder am Wasser

Wie bereits erwähnt gab es das Problemchen mit dem links hängenbleiben der Schnurführung nur noch ganz selten beim ersten Mal angeln. Danach war offensichtlich der Grat abgenutzt und alles lief komplett rund und so wie es sollte.

Die Knobs fühlen sich zwar nach einer Eingewöhnungszeit deutlich besser an als am Anfang, aber ich würde immer noch griffigere Knobs bevorzugen. Es greift sich einfach nicht ganz so gemütlich und ich habe ein bisschen Bedenken wegen dem Winter. Möglicherweise wird das Metall bei Nässe und Kälte wirklich ziemlich unkuschelig.

Bei sehr dünnem Geflecht ist die Kuying – Thunder ein bisschen anfällig für Verwickelungen. Es passiert nicht wirklich oft, aber es kann vorkommen, dass sich das dünne Geflecht neben der Spule vorbei schummelt und um die Achse wickelt. Die Operation ist aber eigentlich immer in zehn Sekunden erledigt und somit nicht wirklich schlimm.

Kuying - ThunderDie Magnetbremse und die Spooltension lassen sich fein einstellen. Bei jeder der zwölf unterschiedlichen Stufen der Magnetbremse hat man einen bemerkbaren Effekt. Das Einstellrädchen der Spooltension bietet einen angenehmen Widerstand. Bei manchen meiner Casting Rollen habe ich schon das Gefühl ein bisschen aufpassen zu müssen, damit ich das Einstellrädchen nicht verlieren, weil es so locker sitzt bei einer offenen Einstellung. Hier ist das deutlich angenehmer.

Die Daumentaste wirkt solide und ist, vom Drückwiderstand her, schon eher auf der kräftigen Seite. Das Geräusch ist auch absolut in Ordnung. Was mich ein bisschen gestört hat ist, dass ich nach ein paar Mal angeln im Regen fast die Gummieinlage in der Daumentaste verloren habe. Die war nicht 100% schön eingeklebt. Aber einen Tropfen Heißkleber später war alles wieder im Butter.

Die Gummieinlage macht die Daumentaste zwar griffiger und kuscheliger, aber lieber keine Gummieinlage als eine die nicht sauber geklebt ist.

Kuying - ThunderNach vielen Stunden werfen, kann ich sagen, dass sich die Kuying – Thunder wirklich mega gut wirft. Stickbaits mit 3,5 g lassen sich mit der richtigen Rute sehr entspannt anbieten und auch auf gute Weiten werfen.

Wer übrigens die Shallow Spool fischen möchte, muss das beiliegende Metallstiftchen verbauen. Dazu macht man einfach die Spooltension so weit auf bis man die Schraubkappe abnehmen kann. Dann wird das Stiftchen in der Spooltension eingeführt und alles sollte perfekt laufen. Eine Operation von fünf Sekunden, die aber nötig ist, da die Shallow Spool sonst nicht sauber läuft.

Die Kuying – Thunder wird auf jeden Fall fixer Bestandteil meines Fuhrparks bleiben! Mit dieser Rolle und zu dem Preis habe ich auf jeden Fall ein gutes Schnäppchen gemacht. Wer allerdings etwas wirklich perfektes ohne Ecken und Kanten sucht, wird sich eine etwas teurere Rolle holen müssen.

Eckdaten: Kuying Thunder
Kugellager: 12 + 1
Übersetzung: 6,5 : 1
Bremskraft: 5 kg
Wurfgewicht: ab 3 g aufwärts
Gewicht (ohne Schnur): 175 g
Schnurfassung (Deep): 0.20 mm / 185 m, 0.25 mm / 115 m, 0.30 mm / 85 m
Spulen: Shallow: 11 g, Deep: 15 g

 

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