Okuma Hakai

[Werbung] Die Okuma Hakai ist ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung des Baitcaster Portfolios einer Firma die bisher vor allem durch die Robustheit ihrer Produkte auf sich aufmerksam gemacht hat. Kaum eine Baitcaster hat vor ihrem Release für so viel Gesprächsstoff gesorgt wie die Hakai. Die Erwartungen wurden extrem hoch geschraubt. Diese hohen Erwartungen bergen natürlich auch das Risiko einer umso größeren Enttäuschung. Wie ich die Okuma Hakai nach einer ausgedehnten Testphase erlebe erfährst du in diesem Testbericht.

Nachdem die Hakai in den USA bereits ein gutes Stück früher herauskam als in Europa war ich schon extrem gespannt. Diverse US YouTuber hatten das gute Stück schon lange vor ich es in den Händen halten konnte. Umso mehr habe ich mich gefreut als völlig unerwartet eine Hakai auf meinem Schreibtisch landete. Es hat ein bisschen Zurückhaltung gekostet nicht der erste zu sein zu müssen der seine Meinung zum Besten gibt.

Da ich es geschafft habe mich ein bisschen zu beherrschen gibt es jetzt ein Review mit Erfahrungswerten aus mehreren Monaten mit der Hakai aus dem Hause Okuma.

Erster Eindruck der Okuma Hakai

Die Hakai wird optisch von glänzendem und mattem Schwarz dominiert. Bis auf den Handle Nut Retainer, die End Caps der Knobs und die Spool Tension gibt es keine wirklich ins Auge stechenden farblichen Highlights.

Okuma Hakai

Mir gefällt wie Dezent die Aufdrucke gehalten sind. Der relativ große Hakai Schriftzug auf dem Non Handle Side Plate sticht nicht heraus. Wo wir gerade dabei sind, ich finde das Design des Non Handle Side Plates extrem schön. Dieser Stil trifft genau meinen Geschmack.

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Um Gewicht zu sparen wurde beim Handle großzügig geportet. Das vermittelt auch optisch eine gewisse Leichtigkeit. Bei den Knobs wurde bei der Okuma Hakai auf runde Knobs auf EVA gesetzt. Ich persönlich finde runde Knobs nicht ganz so schön und hätte hier lieber flache Knobs gesehen. Aber das ich eine reine Geschmackssache und somit siehst du das vielleicht ganz anders. Knobs kann man ja auch ohne Probleme austauschen.

Okuma Hakai

Der Daumentaster hat kein Spiel und fühlt sich sehr solide an. Sowohl der Widerstand als auch das Geräusch beim Drücken des Daumentasters vermitteln ein gutes, hochwertiges Gefühl. Das Design ist griffig und man verrutscht nicht. Optisch hätte man vielleicht noch etwas mit einem Inlay aus einem weicheren Material machen können, aber technisch hätte das keinen Mehrwert gebracht. Dadurch wäre nur der Preis höher geworden.

Okuma Hakai

Die Spool Tension dreht sich angenehm. Beim Drehen hört man nichts, denn es ist kein Klicker verbaut. Auch das Wahlrädchen der Magnetbremse, das im echt schick designten Non Handle Side Plate eingearbeitet ist, dreht sich ohne Geräusch. Der Stern mit dem die Kampfbremse eingestellt wird klickt aber. Die Klick sind genau definiert und fühlen sich nicht unpräzise an. Beim Design des Sterns hat sich Okuma eine eigenen Optik einfallen lassen. Als Material für den Stern der Okuma Hakai wurde optisch passendes und leichtes C-40X Carbonite gewählt.

Okuma Hakai

Auch das erste Probekurbeln der Okuma Hakai vermittelt einen zuversichtlich stimmenden Eindruck. Alles läuft rund und smooth. Nicht so übertrieben smooth, dass man vermuten muss es wurde mit übertrieben viel Fett getrickst, sondern einfach angenehm.

Bremssystem der Hakai

Beim Bremssystem das die Würfe mit der Okuma Hakai kontrolliert wurde auf ein klassisches und millionenfach erprobtes Magnetbremssystem gesetzt. Dieses System ist vergleichsweise günstig, sehr zuverlässig , absolut wartungsfrei und verschleißfrei, da es keine Kontaktpunkte gibt.

Okuma Hakai

Über das Wahlrädchen im Non Handle Side Plate kann man die Stärke der Bremskraft stufenlos verstellen. Die Aufgedruckten Zahlen dienen dabei der groben Orientierung. Um das Wahlrädchen zu drehen ist nicht übertrieben viel Kraft nötig, aber auch nicht so wenig, dass das versehentlich passiert.

Features der Okuma Hakai

Wenn man sich den Preis der Okuma Hakai ansieht und dann die Liste an speziellen Features durchgeht, wird es richtig spannend. Soviel Extra kann man in dieser Preisklasse eigentlich nicht erwarten.

Flite Spool

Die Flite Spool wurde zusammen mit der Firma Dream Tackle Design entwickelt. Aktuell ist leider „nur“ die tiefe Spule erhältlich, aber im Katalog von Okuma findet man auch eine Shallow Spool Variante die ich mir auf jeden Fall auch holen werde. Mit deutlich unter 10 g (Herstellerangabe: 9,5 g / Messung The Reel Test und ich: 9,6 g) liegt die tiefe Spule deutlich unter den Gewichten vergleichbarer Baitcaster anderer Hersteller. Die Kooperation mit Dream Tackle Design trägt offensichtlich Früchte.

Okuma Hakai

Der Gummiring neben dem Kugellager sorgt übrigens dafür, dass weniger Vibrationen und Geräusche beim Wurf entstehen. Das gefällt mir, denn weniger ist in diesem Fall mehr!

Wenn man sich die Tabelle auf der Okuma Website anschaut lässt das große Hoffnungen für das Shallow Spool Modell aufkommen. Ich glaube man darf von bis zu zwei Gramm Gewichtseinsparung ausgehen, aber das ist nur meine persönliche Vermutung aufgrund der angegebenen Gesamtgewichte der verschiedenen Modelle. Aber selbst wenn die Shallow Spool nur ein einziges Gramm einspart wird die Shallow Edition der Okuma Hakai den BFS Markt ordentlich aufmischen. Meine gespannte Erwartung ist auf jeden Fall fast unerträglich!

Flite Shaft

Der Flite Shaft ist auch eines der besonderen Features der Okuma Hakai. Beim Flite Shaft an sich handelt es sich um eine Achse aus Edelstahl, die innen hohl ist. Dadurch wird gleichzeitig sehr stabiles Material verwendet und Gewicht gespart.

Okuma Hakai

An den beiden Enden des Flite Shaft findet man zwei eingepresste SUS Kugeln. Durch dieses Design wird die Oberfläche und damit auch die Kontaktfläche zwischen dem Flite Shaft und den Reibungsflächen minimiert.

Universal Line Diameter Indicator

Der Universal Line Diameter Indicator mag vielleicht auf den ersten Blick ein bisschen belächelt werden. Aber spätestens wenn man mehrere Baitcaster Combos hat schafft man es vermutlich nicht mehr sich genau zu merken welche Schnur auf welcher Baitcaster drauf ist.

Okuma Hakai

Um schnell zu entscheiden wie stark mein Vorfach sein muss – und mich dabei nicht auf eine grobe Schätzung verlassen zu müssen – ist der Universal Line Diameter Indicator auf jeden Fall eine Hilfe.

Oversized Hardened Brass (Messing) Main Gear

Bei der Hakai wurden keine Mühen gescheut die Baitcaster gleichzeitig solide und gleicht zu halten. Ich habe meine noch nicht auseinander gebaut, aber Tackle-Tour hat das gemacht und dabei auch ein schönes Foto vom großen Zahnrad im Getriebe gemacht. Das solide Messing Zahnrad sieht aus wie ein Kunstwerk und wurde durch strategisch gesetzte Bohrungen so leicht wie möglich gehalten.

Lite Cast Magnesium Frame

Lite Cast Magnesium Rahmen sorgt für eine hohe Stabilität und gleichzeitig auch für ein geringes Gewicht. Der Body wurde von Okuma auch noch speziell behandelt um das Material korrosionsbeständig zu machen.

Datenblatt Okuma Hakai

Übersetzung:6,2 : 1 / 7,3 : 1 / 8,1 : 1
Schnureinzug: 64 cm / 76 cm / 84 cm
Gewicht:165 – 170 g je nach Modell
Schnurfassung Standart: 0,31 mm / 100 m, 0,33 mm / 90 m
Schnurfassung Shallow Spool:0,26 mm / 100 m, 0,285 mm / 85 m
Bremssystem: Magnetbremssystem
Kugellager: 6 + 1
Getriebe: 42 mm Messing Getriebe
Body:Lite Cast Magnesium Rahmen
Besonderheit:Flite Spool (Dream Tackle Design), Flite Shaft, leichte Spule, Schnur Indikator System;
Spool Weight:9,6 g (tiefe Spule)
Wurfgewicht:ab 3,5 g (tiefe Spule)
Bremskraft:9 kg (tiefe Spule) / 5 kg (flache Spule)

Die Hakai am Wasser

Ich habe die Okuma Hakai mit verschiedenen Ruten und verschiedenen Schnüren getestet. Auch mit dem eher als schwierig zu handelndem Fluorocarbon kommt die Hakai perfekt klar. Sobald man eine gute Bremseinstellung gefunden hat wird das kleine Preis-Leistungs-Monster sehr gutmütig. Die Bremskraft lässt sich durch ein genaues abstimmen der stufenlosen Magnetbremse und der Achshemmung perfekt einstellen.

Okuma Hakai

Die Hakai ist nicht nur eine gutmütige sondern auch eine relativ leise Baitcaster. Sowohl beim Wurf als auch beim Kurbeln entstehen keine unnötigen Geräusche oder Vibrationen. Ganz geräuschlos geht natürlich nicht, da ja sogar die Schnur schon ein gewisses Geräusch verursacht während dem Wurf.

Okuma Hakai

Obwohl mit die Knobs der Okuma Hakai optisch nicht extrem gut gefallen, habe ich sie nie als störend empfunden. Wenn ich am Angeln war habe ich nie auch nur einen Gedanken an die Knobs verschwendet. Auch nach längerer Zeit und nachdem die erste Begeisterung für die Baitcaster einem etwas objektiveren Testen der Rolle gewichen ist, stört es mich nicht. Also kann es wirklich nicht so schlimm sein, wenn es auch ohne rosarote Brille nicht unangenehm ist.

Realistisches Wurfgewicht der Okuma Hakai

Selbst mit einer nicht ganz dafür geeigneten Rute konnte ich mit der Okuma Hakai ohne Probleme 3,5 g schwere Köder auf vernünftige Weiten bringen. Aus diesem Grund gebe ich das untere Wurfgewicht mit 3,5 g an, da das mit einer passenden Rute auch für Anfänger machbar sein sollte. Richtige Profis können das mit entsprechender Rute und Schnur sicher noch unterschreiten.

Okuma Hakai

Öffnen der Okuma Hakai

Das Non Handle Side Plate der Okuma Hakai kann übrigens vollständig abgenommen werden, auch wenn das zum Einstellen der Bremse nicht nötig ist. Wenn du die Rolle warten willst, wird das aber notwendig.

Okuma Hakai

Um die Baitcaster zu öffnen drehst du einfach die Abdeckung vom Non Handle Side Plate komplett nach oben und entfernst es dann. Eine spezielle Dichtung sorgt dafür, dass das Non Handle Side Plate nicht widerstandslos dreht, schön dicht schließt und auch geschlossen bleibt, solange man es nicht mit Absicht öffnet.

Okuma Hakai

Beurteilung der Hakai

Konstruktion/Qualität:Die Konstruktion der Hakai ist sehr solide. Die Sideplates sind aus Kunststoff, aber der Magnesium Rahmen und das Messing Getriebe sorgen für deutlich mehr Stabilität als für eine Baitcaster dieser Größe nötig wäre.
Auch mit den Toleranzen bin ich sehr zufrieden.
9
Performance:Das tiefe Modell der Hakai lässt sich ab 3,5 g gemütlich werfen.
Sie lässt sich sehr fein einstellen und ist deutlich auf der gutmütigen Seite.
Die Flite Spool und der Flite Shaft zeigen offensichtlich Wirkung.
9
Preis:Preis/Leistung der Hakai ist eine Kampfansage!10
Features:Flite Spool;
Flite Shaft;
Lite Cast Magnesium Body;
Geportetes Messing Getriebe;
Line Size Indicator;
Corrosion Resistant Coated Body;
Corrosion Resistant Side Plates;
9
Design/Haptik:Die Hakai greift sich sehr angenehm. Obwohl man den Kunststoff der Side Plates spüren kann, fühlt sich die Baitcaster solide an.
Die runden EVA Knobs greifen sich gut, sind aber optisch nicht so meines.
Ich liebe das Design der Non Handle Side Plate!
8
Erreichter Durchschnitt:
9

1 = furchtbar; 2 = schlecht; 3 = verbesserungswürdig; 4 = unterdurchschnittlich; 5 = durchschnittlich; 6 = okay; 7 = gut; 8 = sehr gut; 9 = exzellent; 10 = unerreicht gut

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Okuma Hakai

Mein Fazit zur Okuma Hakai

Die Okuma Hakai ist auf jeden Fall ein Meilenstein, nicht nur für Okuma, sondern für den ganzen Baitcaster Markt. Okuma hat gezeigt was für relativ wenig Geld möglich ist. Obwohl ich viele – teilweise auch deutlich teurere – Baitcaster besitze, habe ich die Hakai sehr oft dabei wenn ich ans Wasser gehe. Auch nachdem die Faszination die von jeder neuen Rolle in den ersten Tagen und Wochen ausgeht verflogen war, bin ich immer noch sehr zufrieden. Die Hakai lässt mich auf jeden Fall darauf hoffen, dass Okuma auch in Zukunft für viel Wirbel am Baitcaster Markt sorgen wird. Der richtige Weg wurde auf jeden Fall eingeschlagen!


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