Shimano Scorpion BFS

Shimano Scorpion BFS

Die Shimano Scorpion BFS ist die dritte Baitcaster die ich mir aus Japan importiert habe. Eine waschechte, Ultra Light Baitcaster um diesen Preis ist auf jeden Fall einen Versuch wert, wenn man bedenkt was die Aldebaran BFS für den europäischen Markt kostet. Ob sich der Import gelohnt hat und wie zufrieden ich mit der Scorpion BFS bin erfährst du jetzt!

Gleich am Anfang muss erwähnt werden, dass man die Scorpion BFS selbst auf Japan importieren muss, um den tollen Preisvorteil zu genießen. Das ist nicht wirklich kompliziert und man kann echt einiges sparen. Jetzt aber weiter zum eigentlichen Inhalt des Reviews.

Der erste Eindruck der Shimano Scorpion BFS

Die Scorpion BFS basiert auf der gleichen Plattform wie die bereits getestete Scorpion 70/71. Daher haben sie auch die gleichen Abmessungen. Das bedeutet auf gut Deutsch, dass die BFS Version auch sehr gut in der Hand liegt.

Shimano Scorpion BFS

Das Grau der Lackierung gefällt mir nicht ganz so gut wie das Schwarz der anderen Baitcaster der Scorpion Baureihe. Es sind auch keine optischen Überraschungen wie die Flakes im Lack der DC und der 70/71 vorhanden. Aber Optik ist bekanntlich Geschmackssache.

Da es sich um eine BFS Baitcaster handelt fällt die Spule dementsprechend flach aus. Es ist schon erstaunlich, dass man auf so einer flachen Spule mehr als genug dünnes Geflecht platz hat um anständig zu angeln. Die Spule ist übrigens wegen des Magnet Bremssystems nur auf einer Seite gelocht.

Shimano Scorpion BFS

Wie alle Baitcaster aus der Scorpion Reihe hat auch die BFS Version rote Ringe auf dem Spool Tension Knob. Der Spool Tension Knob ist übrigens recht schwergängig. Das hat den Vorteil, dass man nichts versehentlich verstellen kann.

Die Magnetbremse lässt sich von 1 bis 6 stufenlos verstellen. Das fällst etwas kleiner aus als bei der Scorpion 70/71. Deshalb merkt man noch ein kleines bisschen mehr, dass das Rädchen doch auffallend schwergängig ist. Ohne Fingernagel ist es sehr mühsam zu drehen. Das ist kein Problem meiner Rolle, sondern ist eine Eigenheit der Scorpion Serie.

Die Knobs fühlen sich sehr angenehm an, wie man es von Shimano gewohnt ist. Das Kurbeln ist sehr angenehm, fühlt sich aber ein kleines bisschen “geariger” an als bei der 70/71. Vielleicht ist da ab Werk etwas wenig Fett im Getriebe.

Shimano Scorpion BFS

Der asymmetrische Daumentaster bietet einen angenehmen Widerstand und macht ein vertrauenswürdiges Geräusch, beim Einrasten und beim Ausrasten.

Datenblatt: Shimano Scorpion BFS

Schnureinzug: 63cm / 82cm
Übersetzung:6.3 : 1 / 8.2 : 1
Bremskraft:3,5 kg
Kugellager: 7 + 1
Body:Hagane (aus sehr starren Metallen)
Spule: Super Shallow BFS Spool
Spulengewicht: 9 g
Getriebe: X-Ship
Gewicht:ca. 165g
Schnurfassung: ca. 0.23mm / 45m

Die Scorpion BFS am Wasser

Anfangs war ich von den Wurfweiten mit der Scorpion BFS ein wenig enttäuscht. Das lag wohl daran, dass man zwar im Getriebe sparsam mit Fett umgegangen ist, dafür aber umso großzügiger mit dem Öl in den Spulenlagern umgegangen ist.

Nach zwei Stunden an einem sehr heißen Tag waren die Wurfweiten aber schon deutlich besser. Sobald die schicke JDM Baitcaster ein bisschen eingeworfen war, war ich auch mit den Wurfweiten sehr zufrieden.

Shimano Scorpion BFS

Es gibt nur ein einziges wirkliches Problem und das ist der Wind. Das liegt aber weniger an der Rolle oder dem Bremssystem. Bei dem Wurfgewicht, für das die Rolle gedacht ist, sind Köder sehr schnell relativ stark vom Wind beeinflusst. Mit ein bisschen Gefühl ist aber auch das machbar.

Wirklich cool ist auch das allererste Mal, wenn man den Drag Clicker in Aktion hört. Da ich mit Spinning Rollen gelernt habe zu angeln, bin ich total auf das Geräusch fixiert, wenn ein schöner Barsch in die Bremse geht. Das hat mit beim Baitcasten immer gefehlt. Mit der Scoprion DC habe ich das unglaublich befriedigende Geräusch endlich wieder zurück!

Das Bremssystem der Scorpion BFS

Die Scorpion BFS verfügt über das Finesse Tune Break System. Dieses System funktioniert mit Magneten und nicht mit Fliehkraft. Ich finde das sympathisch, da ich Magnetbremsen prinzipiell lieber mag als fliehkraftbasierte Systeme.

Shimano Scorpion BFS

Das Bauteil mit den Magneten ist leicht beweglich und macht somit “intelligent” und selbstständig den letzten Feinschliff bei den Bremseinstellungen. Aufgrund der Rotationsgeschwindigkeit der Spule wird das Magnetfeld stärker oder schwächer. Dadurch bewegen sich die Magnete minimal zur Spule hin und bei nachlassender Geschwindigkeit wieder zurück. Es geht hier nicht um viel und man muss das System sauber einstellen. Aber hin und wieder ist man um Haaresbreite daneben und das kann das Finesse Tune Break System problemlos ausgleichen.

Realistisches Wurfgewicht der Scorpion BFS

Das Wurfgewicht, mit dem du arbeiten kannst, hängt natürlich auch sehr stark von der verwendeten Rute ab. Wenn du die Scorpion mit einer entsprechenden Rute verheiratest sind 2,5 g innerhalb des realistischen Bereiches. Bei schlechter fliegenden Hardbaits muss man aber hin und wieder schon auf 3 g ausweichen. 0,5 g klingen nicht nach viel, aber es sind in diesem Fall eben doch 1/6 des Gesamtgewichtes.

Shimano Scorpion BFS

Beurteilung: Shimano Scorpion BFS

Konstruktion/Qualität

In dieser Preisklasse bleibt nichts zu wünschen übrig. Konstruktion und Qualität sind tadellos. 9

Performance

Ab 2,5 g kann man mit der JDM Rolle glücklich werden.

Die BFS Version fühlt sich ein bisschen “geariger” an als die anderen Baitcaster der Serie. Eine optimalere Fettung ab Werk wäre super.

9

Preis

Wenn man die Baitcaster aus Japan importiert ist sie deutlich billiger als die Albebaran (einzig vergleichbare Shimano Baitcaster) für den europäischen Markt. 9

Features

Hagane Body
X-Ship Getriebe
Shallow BFS Spool
Finesse-Tune-Break-System
Shimano Super Free Spool Design
Die Scorpion BFS hat einen Drag Clicker, das finde ich extrem cool!
9

Design/Haptik

Ich finde die Lackierung optisch nicht so ausgereift wie die der anderen Rollen der Baureihe.

Die Knobs sind perfekt und die kleine Baitcaster lässt sich perfekt palmen.

Das Einstellungsrädchen der Magnetbremse könnte leichtgängiger und angenehmer zu greifen sein.

8

Erreichter Durchschnitt:

8,8

1 = furchtbar; 2 = schlecht; 3 = verbesserungswürdig; 4 = unterdurchschnittlich; 5 = durchschnittlich; 6 = okay; 7 = gut; 8 = sehr gut; 9 = exzellent; 10 = unerreicht gut

Mein Fazit zur Scorpion BFS

Wenn man sich den vollen Genuss der ultra leichten Baitcasterei nicht entgehen lassen möchte, muss man ein bisschen tiefer in die Tasche greifen als zum Beispiel beim Hechtangeln. Mit dem Umweg über das JDM Modell Scorpion BFS, kann man gegenüber der in Europa verkauften Aldebaran schon ein wenig sparen. Alles in allem hat sich der Import für mich auf jeden Fall gelohnt!

Falls gerade ein neues Bedürfnis entstanden ist, findest du die BFS Version der Scorpion hier: amzn.to/34oHN4P


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