Baitcaster einstellen – Wie?

[Werbung] Du möchtest deine neue perfekt Baitcaster einstellen, damit du nicht ständig irgendwelche Vogelnester wirfst? Die Frage ist nur wie das geht? Dazu gibt es viele und teilweise auch verwirrende Aussagen und bei vielen Baitcaster Anfängern fängt hier auch direkt der große Frust an. Ich versuche dir in diesem Artikel zu erklären wie du die Einstellungen deiner Baitcaster – völlig unabhängig vom Modell – so anpassen kannst, dass sie auf dich persönlich abgestimmt sind. Es braucht ein bisschen Geduld, aber man kann ein Baitcaster extrem fein und individuell einstellen. Wie das geht erfährst du jetzt!

Ganz am Anfang muss gleich gesagt werden, dass man jede Baitcaster so einstellen kann, dass ein Backlash quasi unmöglich ist. Aber das willst du auf gar keinen Fall tun! Warum nicht? Weil jede der verbauten Bremsen Wurfweite kostet und je mehr du sie zudrehst, desto mehr Wurfweite kosten sie. Klar, ein Backlash kostet auch viel Wurfweite und eventuell auch Schnur, dennoch willst du nicht alle Systeme komplett zudrehen. Es gilt den Sweet Spot zwischen Backlash Gefahr und Backlash Vermeidung zu finden und der liegt abhängig von der Combo, dem Wurfstil und dem verwendeten Köder bei jedem an einem individuellen Punkt.

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Viele denken eine Shimano DC ist ein Zaubermittel gegen Anfängerfehler, aber das ist nicht so. Auch das DC System kann Backlashen, wenn es so eingestellt ist, dass brauchbare Wurfweiten möglich sind. Ich finde es sogar schwieriger eine DC Baitcaster genau einzustellen. Mit einer Rolle die i-DC 5 verwendet geht das Einstellen noch recht gut (Scorpion DC, Metanium DC, SLX DC XT…) aber alles was nur das i-DC 4 verbaut hat (Curado DC, SLX DC…) ist sehr limitiert in den Einstellungen. Es ist schwierig die feinen Nuancen richtig zu treffen. Wer sich in das Thema DC Baitcaster weiter einlesen möchte kann das im Artikel Shimano DC Baitcaster Systeme im Überblick tun.

Keine Universallösung beim Baitcaster einstellen

Deine Baitcaster einstellen ist immer ein Zusammenspiel aus der Spool Tension (Achshemmung oder Achsen Quetsche), der Magnet Bremse und/oder Fliehkraft Bremse sowie dem feinsten Bremssystem, deinem Daumen. Diese drei müssen auf die Schnur, die Rute, die Rolle und den Köder abgestimmt sein.

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An diesem Punkt können wir also festhalten, dass es nicht möglich sein wird jemanden zu fragen auf welcher Stufe er die Bremse seiner Baitcaster Modell XY eingestellt hat und dann genau gleich zufrieden zu sein. Aber die persönlich besten Einstellungen zu finden ist nicht so schwer wie das vielleicht an diesem Punkt scheint. Es ist jedoch ein bisschen Geduld und Erfahrung beim Baitcaster Einstellen gefragt um sich möglichst genau an das Optimum heranzutasten.

Um das Baitcaster Einstellen richtig zu verstehen braucht es auch ein bisschen Wissen über die verschiedenen Bremssysteme und wie sie funktionieren. Darum erkläre ich jetzt alle relevanten Systeme die zum Einsatz kommen.

Spool Tension einstellen

Die Spool Tension legt fest wie viel Druck dauerhaft auf die Achse der Spule ausgeübt wird. Je mehr Druck da ist, desto weniger frei kann die Spule deiner Baitcaster sich bewegen und desto mehr wird sie in der Rotation gehemmt. Darum sagen viele im deutschsprachigen Raum auch Achshemmung oder Achsen Quetsche zur Spool Tension.

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Die Spool Tension wird über den kleinen runden Knopf unter dem Drag Star eingestellt. Auf dem Foto der Okuma Hakai kann man den Knopf gut durch den silbernen Rand erkennen. Der Drag Star ist übrigens für die Einstellung der Kampfbremse da. Normalerweise ist so wie auf dem Foto oben gezeigt die allgemeine Regel „Lefty loosy – righty tighty“ gültig.

Viele YouTuber empfehlen beim Baitcaster einstellen den Knopf für die Spool Tension so zuzudrehen, dass ein Köder nur sehr langsam fällt wenn man über den Daumentaster Schnur freigibt. Das kann man so machen, aber es kostet massiv Wurfweite. Vielleicht ist das für einen wirklichen Anfänger für die erste halbe Stunde eine gute Einstellung, wenn man sich bewusst ist, dass die erreichten Wurfweiten in Kürze deutlich besser werden.

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Beim Baitcaster einstellen achte ich immer darauf die Spool Tension genau so einzustellen, dass sie weder durch zu viel Spiel noch durch zu wenig Spiel behindert wird. Wenn du den Daumentaster drückst und mit dem Daumen die Spule nach links und rechts bewegst spürst du entweder Spiel oder du spürst kein Spiel.

Wenn du Spiel spürst, drehe die Spool Tension so zu, dass du gerade so kein Spiel mehr spürst. Falls du kein Spiel spürst, drehe die Spool Tension so weit auf bis du Spiel bemerkst. Sobald du Spiel hast, drehe sie wieder ein bisschen zu um gerade kein Spiel mehr zu haben. Das ist ein guter Ausgangspunkt für das richtige Baitcaster Einstellen. Wenn du ein bisschen Übung und Gefühl entwickelt hast, wirst du dann feststellen ob dein Baitcaster und Schnur Kombination zu denen gehört die minimal mehr oder minimal weniger Spool Tension wollen als das was ich gerade beschrieben habe.

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Hier ist später noch Luft für Feinabstimmung. Manche Hersteller wollen das Baitcaster Einstellen möglichst einfach machen. Darum gibt es zum Beispiel von Daiwa den Zero Adjuster. Hier ist die Spool Tension – laut Hersteller – ab Werk perfekt eingestellt und der Knopf zum Einstellen der Spool Tension ist besonders klein. Ich habe bei all den Daiwa Baitcastern die ich gekauft habe nur bei etwa 25 % eine perfekt ab Werk eingestellte Spool Tension vorgefunden. Es ist halt auch echt schwierig eine perfekte Einstellung ab Werk zu bieten für etwas das so extrem individuell ist.

Baitcaster einstellen – Wurfbremse

Die Wurfbremse, wenn man sie so nennen will, funktioniert entweder mit Magneten oder mit Fliehkraft. Manche Systeme setzen aber auch auf eine Kombination aus beiden Welten. Grundsätzlich funktionieren beide Systeme sehr zuverlässig und gut. Eine Magnetbremse greift mehr oder weniger über die gesamte Phase des Wurfes in das Geschehen ein. Bei Systemen die auf Fliehkraft basieren wird nur so lange gebremst bis die Drehzahl nicht nicht mehr ausreicht um die Bremselemente auszulösen.

Magnet Bremse einstellen

Eine ganz klassische Magnet Bremse wie zum Beispiel das Mag Trax System vom Abu Garcia ist denkbar einfach aufgebaut. Es gibt keine beweglichen Elemente die der Benutzer selbst einstellen muss. Wobei, wie man auf dem Foto unten sieht, schon noch die theoretische Möglichkeit besteht ein bisschen zu optimieren und man zum Beispiel Magnete entfernen oder zusätzliche einkleben könnte. Das ist aber definitiv nichts was schon interessant ist wenn wir noch über das Thema reden wie man eine Baitcaster einstellen kann.

Wie auch bei den anderen Bremsen gilt auch hier, je mehr Bremse desto weniger Backlash und desto weniger Wurfweite. Es liegt also an dir den Sweetspot zwischen beiden Extremen beim Baitcaster Einstellen zu finden.

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Mit einer Magnet Bremse ist das Baitcaster Einstellen denkbar einfach. Es gibt irgendwo auf dem Non Handle Side Plate (Seitenabdeckung ohne Kurbel) ein kleines Rädchen auf dem normalerweise Zahlen stehen. Je höher die Zahl ist, desto stärker ist die Bremskraft. Die Magnete werden nämlich näher an die Spule herangeschoben, wenn man eine höhere Zahl wählt. Durch die oft stufenlose Einstellungsmöglichkeit dieses Rädchens ist man nicht an die ganzen Zahlen gebunden und kann quasi unendlich viele Zwischenschritte beim Baitcaster Einstellen wählen.

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Gibt es keine Zahlen, wie zum Beispiel bei manchen Abu Garcia Modellen, ist zumindest ein kleiner Pfeil und die Beschriftung MAX vorhanden. In die andere Richtung ist dann logischerweise MIN, falls das nicht auch angeschrieben ist. Manche Modelle haben einen Klicker im Wahlrädchen verbaut und man kann keine Zwischenschritte beim Baitcaster einstellen wählen. Aber auch hier sind die Möglichkeiten noch sehr breit gefächert, da die meisten Modelle mit festgelegten Klicks rund 20 Abstufungen haben.

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Es gibt auch Modelle wie zum Beispiel hier die Aldebaran BFS und andere Shimano BFS Baitcaster die das Finesse Tune Brake System verbaut haben. Dabei sind die Magnete auf einer einseitig beweglichen Schiene montiert und werden bei hohen Drehzahlen ein bisschen näher an den Einsatzort gezogen. Dadurch regelt das System die Bremskraft automatisch, wobei das nur minimal ist. Das annähernd perfekte Baitcaster Einstellen wird dadurch aber ein bisschen leichter und kleinere Ungenauigkeiten werden vom System besser verziehen.

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Daiwa hat mit dem SV System ein bisschen ein Zwischending zwischen einer Fliehkraft Bremse und einer Magnetbremse geschaffen. Der orange Induktor auf dem Bild unten ist bei Modellen mit Magforce-Z und Magforce-3D beweglich und bei normalen Magforce Bremsen fest. Er dient als Angriffsfläche für den Magnetring im Non Handle Side Plate.

Bei den Modellen mit SV im Namen ist der Induktor beweglich und wird bei hohen Rotationsgeschwindigkeiten in Richtung des Magnetrings gedrückt. Sobald die Spule langsamer dreht zieht sich der Induktor zurück und die Bremskraft nimmt ab, so macht die Rolle die finale Feinabstimmung selbst. Das gröbere Feintuning beim Baitcaster Einstellen übernimmt auch hier der Angler mit einem Wahlrädchen. Ein Steigerungsstufe davon ist das SV Boost System das zum Beispiel in der Daiwa Zillion SV TW 1000 verbaut ist.

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Aber auch auf Magnetkraft basierende Bremsen ohne bewegliche Teile regulieren sich zumindest teilweise selbst. Durch die Drehung der Spule wird nämlich ein Magnetfeld erzeugt, dass schwächer wird, wenn die Spule langsamer ist. Also hilft quasi jedes Bremssystem beim Baitcaster Einstellen zumindest minimal mit.

Fliehkraft Bremse einstellen

Die Baitcaster einstellen ist auch bei einem Bremssystem das mit Fliehkraft arbeitet keine schwere Aufgabe. Prinzipiell funktioniert das Prinzip so, dass bei ausreichend hoher Drehzahl Pins oder Bremsklötzchen gegen eine Bremsoberfläche gedrückt werden. Auf dem Foto von der Shimano Scorpion MD unten sind es acht Pins. Ich aktiviere aus Gewohnheit immer gegenüberliegende Pins weil das in meinem Kopf für mehr Ruhe sorgt. Ob das für die Baitcaster Einstellung wirklich merklich etwas ausmacht kann ich nicht mit Sicherheit sagen.

Diese Pins drücken bei hoher Rotation gegen den silberigen Ring im Non Handle Side Plate das seitlich dahinter liegt. Um die Bremswirkung zu erhöhen kann man Pins aktivieren oder deaktivieren, indem man sie ein Stück herauszieht oder nach unten drückt und fixiert. Von außen hat man keine Möglichkeit zum Finetuning. Will man diese Baitcaster einstellen muss man den Deckel öffnen, was aber auch kein wirklicher Aufwand ist. Es bedeutet aber, dass es nur acht verschiede Einstellungen plus den Druck der Spool Tension gibt um die Rolle zu optimieren.

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Aufgrund der mechanischen Belastung oder einer ungeschickten Bewegung kann es schon passieren, dass man einen Pin verliert oder ein Bremsklötzchen beschädigt. Wenn man ein bisschen aufpasst ist das aber extrem selten und bei mir ist es in all den Jahren noch nie vorgekommen.

Bei einer Shimano Metanium MGL mit dem SVS Infinity System drücken die Bremsklötzen, wie auf dem Foto unten, auf einen Konus im Inneren des Non Handle Side Plates. Man kann Bei diesem System gibt es dann auch außen am Non Handle Side Plate ein Wahlrädchen für weiteres Fine Tuning das den Konus näher zu den Bremsklötzchen fährt oder ihn weiter entfernt. Das grobe Tuning erfolgt über die vier Klötzchen die man aktiviert oder deaktiviert indem man sie andrückt und fixiert oder in eine bewegliche Position bringt.

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Die meisten Shimano Baitcaster setzen auf ein Fliehkraft Bremssystem bei dem man über das Wahlrädchen noch mehr Möglichkeiten für das Fine Tuning hat. Da die Wahlrädchen ohne Klicker sind ist es nur vom inneren Monk anhängig ob man sich an ganzen Zahlen orientiert oder die unendliche vielen Einstellungsmöglichkeiten komplett ausnutzt.

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Das Innenleben einer Baitcaster mit Fliehkraft Bremssystem kann viele verschiedene Gesichter haben. Auf dem Foto unten siehst du zum Beispiel wie die Fliehkraft Bremse in einer Okuma Komodo SS aussieht. Auch hier gibt es nur die sechs Wahlmöglichkeiten der Pins plus die Achshemmung. Auf ein Wahlrädchen für weitere Abstufungen wurde verzichtet. Das macht bei so einer Rolle die eher für grobes Angeln mit schweren Köder ausgelegt ist nicht wirklich etwas aus, da man so eine Baitcaster nicht auf das zehntel Gramm Ködergewicht abstimmen muss.

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Je weniger Teile vorhanden sind, desto weniger Potential für Fehler gibt es. Gerade bei einer Big Bait Baitcaster würde ich mir keine Sorgen machen, dass ich das Baitcaster Einstellen nicht ordentlich hinbekomme ohne zusätzliches Wahlrädchen, auch wenn es schon komisch ist wenn man zum ersten Mal so eine Rolle fischt. Nach kurzer Zeit ist es aber absolut kein Thema mehr und man hat sich daran gewöhnt. Außerdem muss man die Rolle, wenn sie einmal eingestellt ist, nur noch sehr selten öffnen und umstellen. Aber auch wenn du eine Änderung machen willst und die Rolle öffnest dauert das nur Sekunden.

Fliehkraft Bremsen auf Baitcastern für ultra leichte Köder findet man übrigens sehr selten, da ein Teil des Systems immer auf der Spule verbaut sein muss. Diese zusätzlichen Bauteile sorgen für mehr Gewicht und machen es ultra leichten Ködern schwer die Spule zum rotieren zu bringen.

Kombinierte Bremse einstellen

Um eine Baitcaster einstellen zu können gibt es nicht nur Systeme mit Magneten oder mit Fliehkraft, sondern auch alle möglichen Kombinationen. Besonders schwere und mittelschwere Baitcaster setzen oft auf eine Kombination von beiden Optionen, bei BFS Baitcaster für ultra leichte Köder findet man das extrem selten. Außer wenn man das SV System von Daiwa auch zu diesen Ausnahmen zählt. Bei kombinierten Systemen hat man den Vorteil, oder den Nachteil, dass die Bremssysteme in jeder Wurfphase wirken. Ob das ein Vorteil oder ein Nachteil ist liegt im Auge des Betrachters und der jeweiligen Situation oder Angeltechnik.

13 Fishing hat zum Beispiel mit der Concept Z SLD ein System auf den Markt gebracht das die zwei Welten zusammenführt. Es gibt ein klassisches Fliehkraft Bremssystem das mit sechs verschiedenen Einstellmöglichkeiten aufwartet. Außerdem wird es mit einem Bremssystem das mit Magnetkraft arbeitet kombiniert. Dazu gibt es oben an der Baitcaster ein Hebelchen mit dem man die Magnete abdecken oder freilegen kann um ihre Kraft nützen oder sie abzuschirmen. Ich verwende das Fliehkraft System für das Grobe und beim Baitcaster Einstellen danach nichts mehr öffnen, da ich das über die Magnete erledige.

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Lew’s hat zum Beispiel in der Custom Speed Spool SLP auch ein kombiniertes System aus Fliehkraft und Magnetkraft. Hier gibt es aber nur vier Einstellmöglichkeiten bei den Pins. Kombiniert mit den Wahlmöglichkeiten beim Rädchen für das Fine Tuning der Magneten und der Spool Tension reicht das aber auch völlig. Da sind die sechs Einstellmöglichkeiten anderer Hersteller schon eher Luxus.

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Die Kombination hat wie gesagt den Vorteil, dass man verschiedene Wurfphasen besser kontrollieren kann, ohne den Daumen extrem trainiert zu haben. Der Nachteil dabei ist, dass jedes zusätzliche Bauteil eine Fehlerquelle ist und zusätzliches Gewicht bringt. Wobei Fehlerquelle auch krasser klingt als es ist, ich hatte noch nie eine Baitcaster bei der das Bremssystem kaputt ging. Wenn es zu Komplikationen kam haben andere Bauteile den Geist aufgegeben.

Dein Daumen ist die wichtigste Bremse

Bei all dem Gerede über die Bremsen und wie das Baitcaster Einstellen richtig gemacht wird darf man aber nicht auf die wichtigste Bremse vergessen. Die sensibelste und am feinsten einstellbare Bremse ist dein Daumen. Um deinen Daumen richtig zu trainieren braucht es ein bisschen Zeit, weil man kann ihn nicht einfach wie eine Baitcaster einstellen, man muss ein Muskelgedächtnis und Gefühl aufbauen.

Wenn du deine Baitcaster so eingestellt hast, dass die Wurfweiten gut sind, dann musst du auch deine Spule mit dem Daumen bremsen sobald der Köder auf dem Wasser auftrifft und aufhört Schnur von der Spule zu ziehen. Wenn du Spule weiter rotiert gibt es sonst ein schönes Vogelnest.

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Manchmal kommt der Wickel auch schon während dem Wurf, wegen Seitenwind oder einem anderen suboptimalen Umstand. Wenn du deinen Daumen trainiert hast und dich nicht nur auf das perfekte Baitcaster Einstellen verlässt, kannst du schon vor etwas passiert spüren, dass sich einzelne Schnurstränge aufzustellen beginnen und mit dem Daumen minimal eingreifen und schon hast du das schlimmste verhindert. Nichts reagiert so schnell und sauber wie ein gut trainierter Daumen der auf Automatik läuft!

Fehlerdiagnose – Wo muss ich nachstellen?

Es gibt übrigens eine Faustregel die dir hilft herauszufinden mit welcher Bremse du am meisten verbessern könntest. Je nachdem in welcher Phase des Wurfes deine Backlash Probleme auftreten, bieten in den meisten Fällen unterschiedliche Bremsen am meisten Verbesserungspotential.

Wenn deine Probleme am Anfang des Wurfes auftreten hilft dir vermutlich am ehesten die Magnet Bremse oder die Fliehkraft Bremse. In dieser Phase des Wurfes sind die Drehzahlen hoch und darum sind diese beiden Bremsen auch sehr effektiv. Bei hohen Drehzahlen wird das Magnetfeld stärker und die Bremselemente der Fliehkraft Bremse haben auch deutlich mehr Kraft.

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Kommt der Backlash aber erst gegen Ende des Wurfes, kann dir vermutlich die Spool Tension am meisten helfen. In dieser Phase des Wurfes sind die Drehzahlen der Spule niedriger und die Magnet Bremse erzeugt nicht mehr so ein starkes Feld und eine Fliehkraft Bremse arbeitet womöglich schon überhaupt nicht mehr. Die Spool Tension übet aber immer, so gut wie unabhängig von der Drehzahl, einen gleichmäßigen Bremsdruck aus. Beim Problemen am Ende des Wurfes kann man hier ein bisschen nachziehen.


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